Bürgersprechstunde

Interview mit Robert Fahrner

 

HERZKAMMER Herr Fahrner, inwiefern profitiert Ihr Unternehmen von einer Breitbandanbindung?

ROBERT FAHRNER Unser Unternehmen hat insgesamt 300 Mitarbeiter. Die Zentrale ist hier in Mallersdorf-Pfaffenberg. Dann haben wir noch zwei Niederlassungen in Freising und Regensburg. In den Niederlassungen ist die Anbindung recht gut. In der Zentrale hatten wir bisher nur eine Verbindung von 10 Mbit und das führte immer wieder zu Engpässen.

HERZKAMMER Bei was zum Beispiel?

ROBERT FAHRNER Auf der Baustelle können beispielsweise plötzlich Rohre auftauchen. Oder kleine Details aus dem Bauplan stimmen nicht mit der Realität überein. Großbaustellen wie etwa in Dingolfing und München sind online an die Zentrale angebunden. Wenn der Bauleiter nicht vor Ort ist, machen die Arbeiter Fotos, um ihn zu informieren und gemeinsam nach einer Lösung zu suchen. Bisher war die Übertragung der Bilder in die Zentrale oft ein Problem. Mit schnellem Internet hat man in so einer Situation natürlich viel mehr Möglichkeiten, miteinander zu kommunizieren. Man kann zum Beispiel auch Videos schicken. Das Gleiche gilt für die Übertragung von Plänen. Wenn der Auftraggeber beispielsweise einen aktualisierten Bauplan schickt, wird dieser sofort per E-Mail zur Baustelle weitergeleitet. Diese Übertragung von der Zentrale aus war bisher nicht möglich. Dafür hat die Verbindung einfach nicht ausgereicht. Insgesamt schreitet die Digitalisierung im Bau immer weiter voran. Und eine wichtige Voraussetzung dafür ist eine schnelle Internetverbindung.

HERZKAMMER In Mallersdorf wird nach und nach die Breitbandversorgung aufgestockt. Welche positiven Auswirkungen erhoffen Sie sich dadurch für den ländlichen Raum in Niederbayern insgesamt?

ROBERT FAHRNER Es gab Überlegungen, den Firmensitz in ein Ballungsgebiet zu verlegen. Aber wir sind seit 128 Jahren hier in Mallersdorf. Die Tradition und die Verbundenheit hier mit den Menschen – das wollten wir nicht aufgeben. Zwar ist es oft schwierig, gute Fachkräfte zu finden, aber mit Breitband sind wir jetzt schon einen wichtigen Schritt weiter, dass sich die Infrastruktur verbessern wird. Wenn wir unsere Straßen und Schienen noch weiter ausbauen, sind wir auch konkurrenzfähiger mit den Städten. Dann können die Leute auf dem Land bleiben und müssen nicht in die Metropolen abwandern.

 

Robert Fahrner leitet in fünfter Generation die Firma Fahrner Bauunternehmung GmbH mit Zentrale in Mallersdorf-Pfaffenberg. Mit schnellem Internet kann er unter anderem den Datenaustausch zwischen den drei Standorten des Unternehmes deutlich verbessern.

 

Bild: Christina Steinbacher

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