Forschung

Projekt für den Flammschutz

Steckbrief Christin Pawelski, Preisträgerin des „Innovationspreises Neue Materialien“ 2016

Name: Christin Pawelski

Geburtsdatum: 19.07.1987

Beruf: Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Polymere Werkstoffe der Universität Bayreuth

Aktuelles Projekt: Öffentlich gefördertes Projekt zur Materialentwicklung für Leiterplatten

 

Vier Fragen an Christin Pawelski:

Team Brendel-Fischer: Frau Pawelski, was ist Ihre persönliche Motivation für Ihre Forschungstätigkeit?

Christin Pawelski: „Im Rahmen meiner Masterarbeit habe ich ein Flammschutzmittel für Schäume modifiziert. Es soll verhindern, dass sich zum Beispiel der im Auto verbaute Schaumstoff schnell entzünden kann und sich Rauch entwickelt. Zurzeit arbeite ich zwar an reaktiven Systemen; mit dem Flammschutz habe ich aber immer noch zu tun. Meine persönliche Motivation für die Entwicklung des Flammschutzes war ein negatives Erlebnis. Seither habe ich große Angst vor Feuer. Außerdem schätze ich die Zusammenarbeit in meiner Arbeitsgruppe. Es ist mir wichtig, das Wissen in der Lehre weiterzugeben.“

Team Brendel-Fischer: Wo sehen Sie persönlich Verbesserungsmöglichkeiten um Forschung und Innovation auf Ihrem Sektor zu erleichtern?

Christin Pawelski: „Ausgerufen wurde das Projekt für den Flammschutz von Seiten der Politik. Dort wird auch viel dafür getan. Natürlich könnte es immer noch mehr Fördermittel geben. Es besteht ein  Bedarf an Nachwuchsforschern. Es ist nicht leicht qualifizierte Mitarbeiter zu finden, die dann auch noch gut ins Team passen. Auf jeden Fall mangelt es in den Ingenieurwissenschaften noch immer an Frauen. Wir Frauen müssen immer noch kämpfen um ernst genommen zu werden. Ich engagiere mich für den „Girls Day“ und für MINT-Fächer damit Frauen noch in ihrer Orientierungsphase abgeholt werden können. Auch ich habe durch die Teilnahme an solchen Veranstaltungen das Interesse an diesem Berufsfeld entdeckt.

Team Brendel-Fischer: Durch Ihre beruflichen Erfolge wurden Sie bestimmt schon von anderen Institutionen umworben. Was hat Sie bewogen in Bayreuth zu bleiben?

Christin Pawelski: „Mein Professor wollte mich an diesem Lehrstuhl halten. Mir war die enge Zusammenarbeit mit den Industriepartnern wichtig; der Praxisbezug hat mir gefallen.“

Team Brendel-Fischer: Haben Sie Vorbilder?

Christin Pawelski: „Grundsätzlich beeindrucken mich Powerfrauen. Die Betreuerin meiner Masterarbeit hat mich mit ihrem Selbstbewusstsein und der Art wie sie ihr Leben und ihre Arbeit managt sehr beeindruckt. Der Frustrationslevel in der Forschung ist ziemlich hoch, da tut es gut durch solche Menschen bestärkt und inspiriert zu werden.“

Team Brendel-Fischer: Frau Pawelski, vielen Dank für das Gespräch.

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