Standpunkt

Innovativer Wirtschaftsstandort Landkreis Cham

MdL Dr. Gerhard Hopp

Der Landkreis Cham stellt sich heute als moderner, innovativer Wirtschaftsstandort mit Topkennzahlen in allen Bereichen dar, wo es sich gut leben und arbeiten lässt. Die Einwohnerzahl wächst, unsere Heimat ist ein attraktiver Lebens- und Wirtschaftsraum für die Menschen. Industrie und Handwerk, Handel- und das Dienstleistungsgewerbe bieten so viele hochwertige Arbeitsplätze an wie nie zuvor. So ist die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze mit 48.594 Arbeitnehmern auf ein Rekordniveau gestiegen. Dagegen weist die Arbeitslosigkeit einen absoluten Niedrigstand auf, so dass faktisch Vollbeschäftigung herrscht. Zu dieser Entwicklung beigetragen hat entscheidend die Innovationsfreunde unserer Unternehmen, der Fleiß der Menschen sowie die richtigen politischen Weichenstellungen.

Die Welt verändert sich und Aufgabe der Politik ist, die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen. So ist der Breitbandausbau, den wir mit einem einzigartigen bayerischen Förderprogramm mit 1,5 Mrd. Euro fördern und in Kombination mit einem neuen Bundesprogramm bis in die letzten Weilern vorantreiben, die Grundlage für die Digitalisierung und damit für Wertschöpfung. Gerade der ländliche Raum kann von der digitalen Revolution profitieren. Beispielsweise sind unsere heimischen Betriebe und Firmen bereits heute sehr gut aufgestellt und vertreiben ihre Produkte und Dienstleistungen weltweit. Mit der Etablierung einer "Digitalen Lehrfabrik" und eines "Digitalen Gründerzentrums" im Landkreis Cham können wir weitere wichtige Akzente für Wachstum setzen und Firmengründer auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit unterstützen. Mit dem Förderprogramm DIGITALBONUS helfen wir unseren Mittelständern beim Einstieg in neue digitale Geschäftsmodelle. Mit dem bundesweit einzigartig ausgestalteten Programm übernimmt der Freistaat eine Vorreiterrolle. Zudem wollen wir das kostenfreie BayernWLAN mit 20.000 Hotspots bis zum Jahr 2020 weiter ausweiten und das Angebot verbessern. Der Landkreis Cham wird in der aktuellsten Prognos-Studie als ein Positivbeispiel für erfolgreiche Entwicklung im ländlichen Raum genannt. Das bekannte Wirtschaftsforschungsinstitut benennt darin unsere Heimat als Beispiel, „dass auch ländliche Regionen abseits der großen Städte im digitalen Bereich gut aufgestellt sein können und damit beachtliches Zukunftspotential aufweisen."

Zentraler Schlüssel für Wohlstand ist Bildung. Unsere Region im Herzen Europas entwickelt sich zunehmend zum Wissensstandort 4.0 und sichert dabei durch Innovation und Forschung vor Ort die Wettbewerbsfähigkeit unserer mittelständischen Unternehmen. Aus diesem Grund setze ich mich gemeinsam mit MdB Karl Holmeier und Landrat Franz Löffler für beste schulische, berufliche und akademische Bildungschancen für unsere jungen Menschen ein. Mit dem Neubau der Berufsschule Cham, einer der modernsten Bildungseinrichtungen in ganz Deutschland, setzt der Landkreis Cham Maßstäbe. Aber auch mit dem Technologiecampus Cham, dem Gesundheitscampus Bad Kötzting und dem berufsbegleitenden Pflege-Bachelor oder auch dem Studium "Soziale Arbeit" ermöglichen wir unseren jungen Menschen heimatnahe akademische Bildung. Ein ausgewogenes und hochwertiges Angebot an schulischer, beruflicher und akademischer Bildung wird stetig ausgebaut und damit der Landkreis Cham als "anerkannte Bildungsregion" permanent weiterentwickelt. Wichtig war daher, mit der Fortentwicklung der Wirtschaftsschule in Waldmünchen zur Realschule den Landkreis als Bildungsstandort in der Fläche zu stärken. Unser Ziel ist es, die jungen Menschen fit zu machen für die Arbeitswelt von morgen und in Zeiten des demografischen Wandels die Fachkräfteversorgung sicherzustellen.

Eine attraktive Heimat macht aber nicht nur wirtschaftliche Stärke, sondern gerade auch soziale Ausgewogenheit aus. Im "Helferlandkreis Cham" steht das Miteinander im Vordergrund und zeigt sich im ehrenamtlichen Engagement: im sozialen, kirchlichen oder kulturellen Bereich, im Sport, im Denkmal- oder Naturschutz, in den Freiwilligen Feuerwehren, im Roten Kreuz, in Tafeln, Kleiderkammern oder anderen Organisationen. Ohne die Ehrenamtlichen wäre unsere Gesellschaft ärmer und kälter. Unsere Gesellschaft hat wirtschaftlich, gesellschaftlich und kulturell vielfältiges zu bieten, wie beispielsweise die Aufnahme des Further Drachenstichs und des Bad Kötztinger Pfingstritts in die Landesliste für das immaterielle Kulturerbe oder die Aufnahme des Spitzenklöppelns der Gemeinde Tiefenbach in das Bundesdeutsche Verzeichnis belegen.