Verwaltung 4.0

Digitalisierungsgespräch mit Wirtschaftsministerin Aigner

Abgeordnetenbüro

„Ilse, du bist unser Flaggschiff auf dem stürmischen Weg durch die Digitalisierung“, leitet MdL Dr. Gerhard Waschler das Digitalisierungsgespräch mit Wirtschaftsministerin Ilse Aigner in Dommelstadl ein. Die Passauer CSU-Abgeordneten Walter Taubeneder und Dr. Gerhard Waschler haben bereits mehrfach zu Digitalisierungsgesprächen geladen – diesmal mit dem Schwerpunkt „Verwaltung 4.0“.

Zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinden und aus der Kommunalverwaltung waren nach Dommelstadl gekommen, um sich hier über die aktuellsten Erkenntnisse und Vorhaben der Digitalisierung in der kommunalen Verwaltung zu informieren. „Die Digitalisierung ist das Megathema und wir wollen an der Spitze dabei sein“, so auch MdL Taubeneder einleitend.
Die Wirtschaftsministerin hatte kurz vor dem Digitalisierungsgespräch der Abgeordneten den Förderbescheid für das neue ‚Digitale Gründerzentrum‘ in Passau übergeben und konnte daher gleich die gute Nachricht an die Vertreter aus den Kommunen weitergeben: „Die Summe all unserer Maßnahmen im Bereich der Digitalisierung zeigt Wirkung und es ist nun wichtig, dass wir in die Fläche gehen.“ Nach der Vernetzung der Menschen, folge nun die Vernetzung der Dinge. Bayern sei Digitalisierungsland Nummer eins und daher freue sich die Ministerin über das Interesse der Gemeinden zum Thema „eGouvernment“. Die Digitalisierung greife nach und nach in allen Bereichen. „Eine große Herausforderung, aber auch eine gewaltige Chance“, so Aigner. Diese Chancen, Möglichkeiten aber auch Auswirkungen und Herausforderungen der Digitalisierung erläuterte Rudolf Schleyer, Vorstandsmitglied der AKDB, der Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern. „Wir sind seit über 40 Jahren zuverlässiger Partner und Interessensvertreter der Kommunen“, so Schleyer. Das Unternehmen unterstütze als bundesweiter Marktführer Kommunen beim Einsatz von Informationstechnologien und finanziert sich als Tochterunternehmen der Kommunalen Spitzenverbände ausschließlich durch Umsatzerlöse aus dem Verkauf von IT-Produkten und Dienstleistungen.
Datensicherheit, Datenschutz, der elektronische Datenverkehr und zahlreiche weitere Fragen rund um die Pflichten der Kommunen im Rahmen des Bayerischen E-Government-Gesetz, das Gesetz über die elektronische Verwaltung in Bayern, wurden an dem Abend erläutert. „Das Kommunikationsverhalten ändert sich, daher muss und wird sich auch die Infrastruktur in den Kommunen verändern – wir müssen hier beides sehen, sowohl die Chancen als auch die Aufgaben“, so Schleyer. Immer mehr Menschen würden die Verwaltungsdienste online abrufen, darauf müsse man zwangsläufig reagieren. „Ich bin mir dessen bewusst, dass gerade kleinere Kommunen allein mit allen Herausforderungen und Aufgaben überfördert wären, die auf die öffentlichen Verwaltungen zukommen. Da müssen wir zusammenarbeiten“, so Schleyer weiter. Die AKDB biete hierzu auch mit Beratung und vielerlei neuen Angeboten Unterstützung.
MdL Taubeneder bringt es letztlich auf den Punkt: „Die Digitalisierung kommt, ob wir es wollen oder nicht – daher müssen wir das Thema ernst nehmen und diese wichtige Aufnahme anpacken.“