Herzenssache

Feierliche Eröffnung des mobilen Familienstützpunktes von Lotse e.V.

Bundesweit einzigartiges Modell im Landkreis München

Bei herrlichem Wetter, in angenehmer Atmosphäre und Ambiente bildeten Grußworte und eine Segnung des „ Lotsenmobil“ durch Kirchenvertreter beider Konfessionen den feierlichen Rahmen im Innenhof des Landratsamtes München für die Inbetriebnahme eines bundesweit einzigartigen Konzeptes:

 

Nach den Ansprachen von Landrat Christoph Göbel und Ministerialdirektor Höhenberger vom Bayerischen Sozialministerium verlas der Geschäftsführer von Lotse e.V. Herr Peter Deutsch - der wegen einer Plenarsitzung zu ihrem Bedauern verhinderten MdL und Integrationsbeauftragten der Bayerischen Staatsregierung Frau Kerstin Schreyer - deren Grußbotschaft.  

Frau MdL Kerstin Schreyer lobte darin das „durchdachte Konzept“ des Trägers Lotse e.V. den innovativen Charakter in Gestalt eines aufsuchenden, flexiblen und niedrigschwelligen mobilen Betreuungsansatzes im Bereich kommunaler Familienbildungskonzepte. Sie betonte, dass Bayern als das „Familienland Nummer 1 in Deutschland“ im „Doppelhaushalt 2017/18 4,9 Mrd. €“ zur Stärkung und Förderung von Familien vorsehe und das „im Konzept des flächendeckenden Beratungsangebots die Familienstützpunkte eine zentrale Rolle“ einnehmen.

Damit eine gute Idee Wirklichkeit wird, braucht es tatkräftige Unterstützung.

Möglich wurde dies durch die wegweisende Weichenstellung für das Lotsenmobilkonzept im Jugendhilfeausschuss im Landkreis München und Dank einer großzügigen Spende des Adventskalenders der Süddeutschen Zeitung. Mit dem speziell auf Familienbedürfnisse zugeschnittenen und ausgestatteten barrierefreien Kleinbus als „Büro auf vier Rädern“ wird eine Versorgungslücke im ländlichen Raum geschlossen werden. 

Die Idee hinter dem „Lotsenmobil“ besteht darin, fachkundig vor Ort zu sein, wo Rat und Hilfe im Erstkontakt für Familien - unabhängig von Herkunft und Familienformen - benötigt werden. Eine mobile, verlässliche, wohnortnahe Präsenz erleichtert Menschen, die bisher aus unterschiedlichen Gründen - Hemmschwellen, räumlichen, zeitlichen u.a. Aspekten – keinen oder erschwerten Zugang zu Versorgungsstrukturen im Landkreis München fanden, unkompliziert die Kontaktaufnahme. 

Das Lotsenmobil symbolisiert gelebte Vernetzung im Bereich Jugend- und Familienhilfe, wirkt als Frühwarnsystem für Problemfelder und erleichtert Zugänge zu Hilfesystemen im Landkreis. Wir können, so Geschäftsführer  Deutsch,  bedarfsorientiert dort ansetzen, wo Hilfe am Nötigsten ist und durch verlässliche Präsenz mit personaler und fachlicher Kompetenz Zugänge, Vermittlungswege und Lösungen für individuelle Problemlagen ermöglichen. Der mobile Familienstützpunkt ergänzt und bereichert so die bereits bestehenden sechs   festen Stützpunkte im Sozialraum. Mit dem Lotsenmobilkonzept und seinen zwei Mitarbeiterinnen steht nun ein weiterer  wichtiger wegweisender Mosaikstein im Geflecht  einzel- und familienorientierter Hilfe  im kommunalen Umfeld zur Verfügung durch:

Ø  Informationen zu familienrelevanten Bereichen (z.B. Gesundheitsprävention)

Ø  Vermittlung von weiterführenden Hilfsmöglichkeiten und Familienbildungsangeboten (Kurse und Seminare) in der Nähe

Ø  Vernetzung und Erstberatung zu Fragen rund um das Thema Familie

Das Lotsenbuskonzept, wird nach Überzeugung von MdL Kerstin Schreyer, erfolgreich seinen Teil dazu beitragen um Familien im Landkreis München in all ihren Facetten zu stärken.