Vor Ort

Soziales Engagement im Fokus

Hans Herold, MdL

Auf Einladung von Stimmkreisabgeordneten Hans Herold kam der Staatssekretär des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration, Johannes Hintersberger, in den Landkreis Neustadt a.d. Aisch – Bad Windsheim. Gemeinsam besuchte man die Werkstätten für Menschen mit Behinderung der Diakonie in Obernzenn und das Alten- und Pflegeheim St. Maximilian Kolbe der Caritas in Scheinfeld.

Nach einem Rundgang folgte ein ausführliches Gespräch mit dem Rektor der Diakonie Neuendettelsau, Dr. Mathias Hartmann, dem Leiter der Werkstätten in Obernzenn und Rothenburg o.d. Tauber, Hartmut Assel, und Obernzenns Bürgermeister Markus Heindel unter anderem zur geplanten Erweiterung der Einrichtung in Obernzenn durch die Diakonie mit staatlicher finanzieller Unterstützung.

Im Anschluss trafen sich die beiden Landespolitiker im Alten- und Pflegeheim St. Maximilian Kolbe in Scheinfeld mit Verantwortlichen der Caritas zum Gespräch. Der Leiter der Einrichtung, Herr Norbert Schnepf, Frau Sabine Herderich (1. Vorsitzende Caritas), Frau Dorothea Hübner (Freiwilligenzentrum der Caritas), Frau Gudrun Hobrecht (Selbsthilfebüro und Betreuungsverein) und Frau Petra Nagel (Leitung Sozialstation) sprachen aktuelle Anliegen aus ihren Ressorts in lockerer Runde an. Außerdem beteiligten sich Bürgermeister Claus Seifert und Kreisrätin Renate Ixmeier an dem Gespräch.

Die schwierige Nachwuchsfindung bei Pflegepersonal wie auch die Ehrenamtsarbeit im Allgemeinen waren Hauptgesprächspunkte. Den Pflegeberuf positiver zu besetzen, dessen Attraktivität für angehende Auszubildende zu steigern, das wurde von allen Anwesenden als notwendig erachtet. Staatssekretär Hintersberger führte außerdem ein Programm an, welches das Sozialministerium gemeinsam mit der Arbeitsagentur Nürnberg aufgelegt habe, um die Qualifizierung von Pflegekräften aus dem europäischen und nicht-europäischen Ausland zu unterstützen. Den Wunsch, bereits qualifizierten ausländischen Kräften unter bestimmten Voraussetzungen ein schnelleres Anerkennungsverfahren zu ermöglichen nahm er auf.

Die Ehrenamtsarbeit unterstützt der Freistaat unter anderem mit der Förderung von hauptamtlichen Integrationslotsen, die Ehrenamtlichen bei der Migrationsarbeit helfen sollen. Diese soll es auch weiterhin in dieser Form geben, so Hintersberger. Auch im Landkreis wurde eine solche Stelle eingeführt, welche je zur Hälfte der Diakonie und der Caritas zugeordnet ist. In diesem Bereich leistet das Freiwilligenzentrum der Caritas wie auch das damit verbundene erfolgreich arbeitende Netzwerk "Über Zaun und Grenze" (welches in den Bereichen Nachbarschaftshilfe und Integration tätig ist) sehr viel im Landkreis.

Eine stärkere Anerkennungskultur für das Ehrenamt muss dennoch trotz bisheriger Erfolge vorangetrieben werden, da waren sich Staatssekretär Johannes Hintersberger und der Stimmkreisabgeordnete und stellvertretende Landrat Hans Herold einig, denn eine funktionierende Gesellschaft braucht das Ehrenamt.