Verkehr

"Ersticken wir im Verkehr?" Was kommt auf die Menschen in und um Barbing zu?

Büro Stierstorfer

Stimmkreisabgeordnete Sylvia Stierstorfer hat Fachleute des Staatlichen Bauamtes Regensburg und der Autobahndirektion Südbayern zu einer Bürger-Informationsveranstaltung unter dem Titel „Ersticken wir im Verkehr?“ nach Barbing eingeladen. „Der sechsstreifige Ausbau der A3, dazu die geplanten Maßnahmen an den Knotenpunkten der Staatsstraße 2660 und die bereits bestehende Verkehrsbelastung für die Bewohner von Barbing zeigen klar: Verkehr ist ein Top-Thema, das die Menschen bewegt“, erklärt Stierstorfer die Ausgangslage.

Nach einer Hinführung zum Thema durch Michael Schmalhofer, den Ortsvorsitzenden der CSU Barbing, und einem Überblick über die aktuelle Verkehrspolitik durch MdL Stierstorfer hatten die Behördenvertreter das Wort. Manfred Rieger vom Staatlichen Bauamt Regensburg legte anhand von Plänen den Ausbau der Staatsstraße 2660 südlich und östlich von Barbing fachkundig dar. So soll der Ausbau des Knotenpunktes südlich Barbing Anfang September beginnen und etwa 2,8 Millionen Euro kosten. Ziel der Maßnahme ist eine Steigerung der Leistungsfähigkeit des Knotenpunktes und ein verbesserter Verkehrsfluss.

Christian Unzner von der Autobahndirektion Südbayern legte den Bürgerinnen und Bürgern die ebenfalls anhand einer Präsentation anschaulich die Situation an der A3 dar. So sind die Planungen für den etwa 14,6 Kilometer langen Abschnitt zwischen dem Kreuz Regensburg und der Anschlussstelle Rosenhof schon weit fortgeschritten. In einem ersten Schritt sollen im kommenden Jahr die Arbeiten an der Bahnbrücke Burgweinting beginnen, insgesamt rechnet Unzner für den sechsstreifigen Ausbau auf diesem Abschnitt mit einer Dauer von rund fünf Jahren. Die Sorgen der Bürger vor der Verkehrssituation während der Zeit der Bauarbeiten an der Autobahn seien nachvollziehbar, die kommenden Jahre würden verkehrlich nicht einfach, so Unzner. Allerdings haben die Barbinger in Sachen Lärmschutz dann einen sogenannten Vollschutz. Was die Planung betrifft, wird der Schwerpunkt in den kommenden Jahren auf der Autobahnbrücke Sinzing liegen, dieses Vorhaben sei eine technische Herausforderung, wie der Dienststellenleiter der Autobahndirektion Süd betonte.

In der abschließenden Diskussionsrunde begrüßte Barbings Bürgermeister Johann Thiel die anstehenden Maßnahmen zur Entlastung des Ortes. Kritik übte Thiel dagegen an der Stadt Regensburg. Er habe den Eindruck, dass die Maßnahmen der Stadt zur Infrastruktur für weitere Gewerbegebiete an der Stadtgrenze enden, die Nachbarn wie Barbing würden dabei außen vor gelassen, so Thiel weiter. Weitere Fragen drehten sich um die Kosten, den Ablauf und den zeitlichen Verlauf der Baumaßnahmen, die Belastung durch Feinstaub und um den Lärmschutz, um einige Punkte zu nennen.

„Das rege Interesse der Menschen hat gezeigt, dass wir mit dieser Informationsveranstaltung einen Nerv getroffen haben. Wir bleiben in der Region politisch gemeinsam am Ball, um die Herausforderungen des Verkehrs so gut wie möglich zu meistern. Die Mittel von Bund und Freistaat sind da“, so Stierstorfer. Abschließend dankten die Abgeordnete und Michael Schmalhofer den Bürgerinnen und Bürgern für das Interesse und den Referenten für die fachkundige Information.