Woche der Aus- und Weiterbildung

Was ich einmal werden will ....

Abgeordnetenbüro
MdL Westphal hat anlässlich der „Woche der Aus- und Weiterbildung“ die Firma Sand Türen in Ornbau und die Altmühltal-Werkstätten der Rummelsberger Dienste in Treuchtlingen besucht. Die Aktion hat das Ziel, auf die Möglichkeiten aufmerksam zu machen, die eine berufliche Bildung für die eigene Zukunft bietet. Manuel Westphal beteiligt sich immer sehr gerne an der Aktion und informiert sich bei regionalen Einrichtungen oder Unternehmen über deren Ausbildungsmöglichkeiten. Die Woche der Aus- und Weiterbildung wird von der „Allianz für starke Berufsbildung in Bayern“, einem Zusammenschluss von Bayerischer Staatsregierung, Bayerischem Handwerkstag, Bayerischem Industrie- und Handelskammertag, der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V. sowie der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit ausgerichtet. 
 
MdL Westphal und Bürgermeister Heinz Baum im Gespräch mit Geschäftsführer Otto Sand

 
Die Firma Sand Türen wurde 1985 von Geschäftsführer Otto Sand gegründet. Mittlerweile hat das Unternehmen 30 Mitarbeiter und ist auf den Verkauf von verschiedenen Zimmertüren spezialisiert. In der modernen Ausstellung können sich Handwerker und Privatpersonen die passenden Türen raussuchen.
Das Unternehmen bietet Ausbildungsplätze für Groß- und Außenhandelskaufmänner bzw. Kauffrauen an.
„Wir arbeiten dabei eng mit den regionalen Berufsschulen sowie der Industrie- und Handelskammer zusammen. Der Austausch läuft sehr gut. Auch Umschulungen bieten wir in unserem Unternehmen an und machen damit sehr gute Erfahrungen“, erklärte Otto Sand. 
Beim Rundgang durch das Gebäude wurde deutlich, dass in dem Ornbauer Unternehmen eine gute Arbeitsatmosphäre herrscht. Im Gespräch mit einem ehemaligen Auszubildenden erfuhr Westphal außerdem, dass auch die Ausbildung bei der Firma abwechslungsreich und attraktiv sei.
 
Auch im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen war Westphal anlässlich der Woche der Aus- und Weiterbildung unterwegs und besichtigte die Altmühltal-Werkstätten der Rummelsberger Diakonie. Der Leiter Friedrich Weickmann begrüßte den Abgeordneten Manuel Westphal in dem neuen Gebäude am Stadtrand von Treuchtlingen. Die hellen Räume bieten eine hervorragende und einladende Arbeitsatmosphäre für rund 80 Menschen mit Behinderung und 20 Mitarbeiter. Um sich selbst davon zu überzeugen, ließ sich Westphal von Friedrich Weickmann durch die Räume der Werkstatt führen.
MdL Manuel Westphal und Leiter der Altmühltal-Werkstätten Friedrich Weickmann während des Rundgangs
„Wir haben hier genügend Platz für eine Schreinerei, eine Wäscherei, eine Nähstube, eine großes Lager und verschiedene Arbeitsplätze zum Beispiel zur Metallverarbeitung. Auch die Verwaltung, sowie Räume für die Berufsbildung sind hier untergebracht. Der helle Speisesaal und die Aufenthaltsräume schaffen eine tolle Atmosphäre für alle“, erklärte Weickmann während der Führung.
Auch ein Laden wurde in die Werkstatt integriert, in dem verschiedene Holzprodukte der Werkstatt verkauft werden. Dort findet auch das Zentrallager der Aktion „EinDollarBrille“ Platz. Weickmann und seine Mitarbeiter sind sichtlich stolz, dass sie sich an dem Projekt beteiligen können.
 
Nach dem Rundgang hatte der Werkstattleiter ein Gespräch mit Mitarbeitern und Beschäftigten zu den Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten vorbereitet. Im Gespräch berichtete Heike Krach, die Leiterin des Berufsbildungsbereichs, von ihrer Tätigkeit. Im Berufsbildungsbereich erhalten die Menschen mit Handicap die Möglichkeit, sich mit der Arbeit in der Werkstatt vertraut zu machen. Am Vormittag werden in der Gruppe verschiedene Themen besprochen, wie das Sozialverhalten oder Arbeitsschutzmaßnahmen, aber auch die Allgemeinbildung wird vertieft. Am Nachmittag folgt dann der Einsatz in den einzelnen Werkgruppen. Praktische Erfahrungen können in allen Fachabteilungen gesammelt werden. Es besteht auch die Möglichkeit, bei einem Kooperationspartner in Handwerk, Industrie, Verwaltung und Wohlfahrtsverbänden ein Praktikum zu absolvieren. Nach Durchlauf des Berufsbildungsbereiches sind je nach Eignung und Neigung Arbeitsplätze in der Werkstatt, an Außenarbeitsplätzen oder auf dem ersten Arbeitsplatz möglich.
Das System funktioniert gut und viele positive Eingliederungen konnten bereits erfolgen, so berichtete die Beschäftigte Silvia Fay von ihren Erfahrungen während der Zeit im Berufsbildungsbereich. 
Von der Arbeit im Werkstattrat und dem Arbeitsalltag berichteten die Frauenbeauftragte Rebecca Steinmeyer und der Werkstattrat Ernst Wurzer.
Die Altmühltal-Werkstätten bieten außerdem auch gute Ausbildungsmöglichkeiten für die Mitarbeiter ohne Behinderung. Sarah Schmidt leistet zum Beispiel ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in den Werkstätten. Ihrem Berufswunsch Heilerziehungspflegerin kommt sie somit und mit einem weiteren Praktikum im Wohnbereich der Rummelsberger Diakonie näher.
Claus-Peter Kressel hat diesen Schritt bereits getan und befindet sich in einer beruflichen Weiterbildungsmaßnahme zum Heilerziehungspfleger. Vorher war er 30 Jahre im kaufmännischen Bereich tätig und hat sich vor zwei Jahren ganz bewusst für die Umschulungsmaßnahme entschieden. Trotz dem großen Aufwand bereut er diese Entscheidung nicht.
Gespräch mit Mitarbeitern der Altmühltal-Werkstätten
„Im Gespräch konnten wir dem Abgeordneten zeigen, wie viele unterschiedliche Persönlichkeiten wir unter unserem Dach vereinen. Sowohl Menschen mit Behinderung als auch ohne finden bei uns einen wertvollen Arbeitsplatz und erhalten verschiedene Möglichkeiten sich aus- und weiterzubilden. Bei uns steht dabei ganz klar der Mensch und die Integration von Menschen mit Behinderung im Vordergrund“, verdeutlichte Friedrich Weickmann am Ende des Gesprächs.
 
Landtagsabgeordneter Manuel Westphal zeigte sich von der Woche der Aus- und Weiterbildung überzeugt:
„Es war sehr interessant für mich, zum einen die Firma Sand Türen in Ornbau und zum anderen die Altmühl-Werkstätten in Treuchtlingen kennenzulernen – zwei verschiedene Unternehmen, die jeweils auf ihre spezielle Art und Weise Menschen eine Aus- oder Weiterbildung bieten können. Außerdem ist es toll, im persönlichen Gespräch mit Mitarbeitern und Beschäftigten über die Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten informiert zu werden. Die Woche der Aus- und Weiterbildung bietet dafür einen perfekten Rahmen, den ich immer sehr gerne nutze. Bildung ist ein hohes Gut, das für alle Menschen gleichermaßen bereitgestellt werden muss.“