Trautner macht Praktikum

Briefe austragen, Landwirtschaft und Rettungsdienst

Reinschnuppern in andere Berufswelten – darum ging es mir bei meinen diesjährigen Praktika. Drei Tage lang habe ich so andere Aufgaben und Berufe kennengelernt. Dabei war ich in drei unterschiedlichen Bereichen in der Region unterwegs, um aktiv jeweils einen Arbeitstag mitzuhelfen:


1. Station: LMF-Briefdepot in Schwabmünchen

Vor Beginn des Praktikumstags habe ich eine kurze Einweisung in die Abläufe von Depotleiter Klaus Kunz erhalten. Anschließend konnte ich dabei mithelfen, die Fahrräder mit der Tagespost zu beladen. Gemeinsam mit dem erfahrenen Zusteller Werner Karge ging es dann los, um in einem Bezirk die Briefe auszufahren.

Ich habe mich sehr gefreut, einen Tag als Briefzustellerin hier in Schwabmünchen mithelfen zu dürfen. Dabei wurde ich von meinen „Kollegen für einen Tag“ herzlich empfangen und ich habe mich gleich als Teil einer echten Mannschaft, die zusammensteht, gefühlt. Die Tätigkeit selbst hat sich mir als anspruchsvoll dargestellt, bei der Genauigkeit und Verantwortungsbewusstsein im Mittelpunkt stehen, schließlich ist das Briefgeheimnis ein sehr hohes Gut. Wir hatten ja Glück mit dem Wetter, aber bei schlechtem oder heißem Wetter ist die Aufgabe sicher noch deutlich härter. Dazu habe ich mitgenommen, dass zum Beispiel schwere Kataloge eine zusätzliche Herausforderung sind.


2. Station: Rosslerhof in Kutzenhausen

Am zweiten Praktikumstag hieß es früh aufstehen, denn dieser führte mich bereits um 6 Uhr zum Rosslerhof nach Kutzenhausen.
Dort habe ich Einblicke in einen typischen landwirtschaftlichen Betrieb unserer Heimatregion bekommen. Dabei hieß es Anpacken beim Grasholen, Füttern der Kühe und der Kälbchen. Weiterhin galt es, den Melkroboter zu überwachen und dem Hofinhaber, Martin Mayr, bei kleineren Reparaturen an den landwirtschaftlichen Geräten zu helfen.
Ich habe viel über unsere bäuerliche Landwirtschaft in der Region gelernt. Es handelt sich dabei um einen fordernden, abwechslungsreichen und verantwortungsvollen Beruf.


3. Station: Rettungssanitätsdienst

Der letzte Praktikumstag führte mich zunächst in die Rettungswache nach Neusäß. Dort habe ich eine Einweisung von Christian Weldishofer und Florian Scherer in die Gerätschaften und eine Belehrung erhalten, wie ich mich im Einsatzfall zu verhalten habe.

Durch die Vielzahl der Einsätze, die ich dann auch tatsächlich miterlebt habe, habe ich einen Eindruck davon bekommen, wie vielfältig die damit verbundenen Herausforderungen sein können. Diese reichten vom Autounfall bis hin zu einem Einsatz in einem Seniorenheim. Die Rettungssanitäter müssen über ein immenses Fachwissen verfügen und sich blitzschnell auf unterschiedliche Gegebenheiten einstellen können. Gleichzeitig gilt es, in heiklen Situationen ruhig und besonnen zu agieren. Dies nötigt mir größten Respekt ab.



Insgesamt habe ich ein durchweg positives Resümee meiner diesjährigen Praktikumswoche gezogen. Alle Berufe, die ich kennenlernen durfte, sind auf ihre spezifische Art sehr fordernd und für unsere Gesellschaft unheimlich wichtig. Ich habe interessante und ganz unterschiedliche Erfahrungen machen dürfen, die ich für meine politische Arbeit stets im Hinterkopf haben werde.