Schulbesuch

"Populismus mit Fakten begegnen und sich mit Politik beschäftigen"

"Ich möchte keinen langen Vortrag halten, sondern möglichst gleich mit Euch in die Diskussion einsteigen", begrüßte der Landtagsabgeordneter Dr. Gerhard Hopp rund 80 Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen am Joseph-von-Fraunhofer Gymnasium Cham, sowie ihre Lehrer, Alexander Hackl und Christian Luy. Die Ankündigung machte Hopp in zwei aufeinander folgenden Diskussionsrunden auch wahr und stellte ganz kurz seine politische Arbeit vor und gab einen kurzen Abriss über die aktuelle Lage, bevor es dann sofort in eine spannende Antwort-Frage-Runde ging.

"Viele Bürgerinnen und Bürger sind über die lang andauernde Koalitionsbildung in Berlin, die Flüchtlingskrise oder aufgrund eines möglichen Auseinanderdriftens Europas verunsichert", unterstrich der CSU-Politiker. Diese Situation spiele natürlich den Populisten in die Hände, die etwa mit einfachen Antworten eine Abschottungspolitik Deutschlands oder einen Austritt des Landes aus Euro und Europa forderten. Auch zahlreiche Schüler berichteten, dass mittels "Fake News" versucht werde, die öffentliche Meinung in den sozialen Netzwerken zu beeinflussen. Ein "Faktencheck" sei deshalb oft wichtig, um sich eine objektive Meinung bilden zu können. "Als Medienrat und jugendpolitischer Sprecher setze ich mich deshalb für die Ausweitung der Medienbildung an Schulen und im Ehrenamt ein. „Wir müssen Populisten inhaltlich stellen, Halbwahrheiten aufdecken und Vertrauen bei den Menschen zurückgewinnen", unterstrich Dr. Hopp.

Engagiert diskutierten die Schüler mit dem Abgeordnetem ein breites Themenspektrum - angefangen von der Bildungspolitik, über die Abschaffung der Straßenausbaubeiträge bis hin zum Ausbau der Region mit schnellem Internet reichte die Palette. Abschließend bot der Chamer Abgeordnete den Jugendlichen an, jederzeit bei ihm ein Praktikum absolvieren zu können. "Das Interesse freut mich sehr, daher biete ich gerne Einblicke und Beteiligung ging. Wissen ist immer noch der beste Schutz. Nur wer weiss, wie Politik funktioniert, ist immun gegen einfache Ideen und Halbwahrheiten", bekräftigte der Chamer Abgeordnete. Gerade Europa und die Europapolitik stellte einen wichtigen Punkt in der Diskussion dar. Hopp war es wichtig, dass man sich hier auseinandersetzen und engagieren müsse: "Europa ist ein ganz großes Glück für uns. Daher müssen wir dafür arbeiten, dass es funktioniert", so Hopp mit Blick auf eine starke und handlungsfähige EU, die sich aber um die großen und nicht die vielen kleinen Themen kümmern müsse. Den Lehrkräften und Schülern dankte Dr. Hopp für das Interesse und zeigte sich bereit, jederzeit zu Diskussionen wieder zu kommen.