Hand aufs Herz

Drei Fragen an Kerstin Schreyer zum Thema Bildung

Herzkammer:

Was bedeutet für Sie Bildung?

Kerstin Schreyer:

Bildung ist nicht nur Wissenserwerb, sondern vor allem Herzensbildung. Mir ist es wichtig, dass Menschen Respekt voreinander und vor der Unterschiedlichkeit haben und unter diesen Gesichtspunkten anständig miteinander umgehen. Hinzu kommt dann der Wissenserwerb, verbunden mit der Erkenntnis, dass man, auf Grund der Menge an Wissenswertem, es nicht schaffen kann alles zu wissen und man Lücken akzeptieren muss.       

Herzkammer:

Wie findet Bildung statt?

Kerstin Schreyer:

Bildung findet über Begeisterung statt. Gerade Kinder haben eine Entdeckernatur. Sie wollen neues kennenlernen und Wissen erwerben. Deshalb ist es wichtig, bei Kindern die Begeisterung zu entfachen und diese für den Bildungserwerb zu nutzen.

Herzkammer:

Wie bilden Sie sich persönlich weiter?

Kerstin Schreyer:

Persönlich erfolgt meine Weiterbildung vor allem durch den Kontakt zu unterschiedlichsten Menschen. Nachdem ich ein Studium und eine dreijährige Weiterbildung zur systemischen Therapeutin (DGSF) abgeschlossen hatte, war und ist es mir umso wichtiger, in der Begegnung mit den Menschen zu lernen und voneinander zu lernen. Als Mitglied des Bayerischen Landtags, als Integrationsbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung, bis zum 21. März diesen Jahres und als Staatsministerin für Arbeit, Familie und Soziales habe ich eine so vielseitige Tätigkeit, dass ich dankenswerterweise jeden Tag dazulernen darf.