Mein Einsatz für die Region

Vom Landtag in die Schule

Dr. Franz Rieger MdL

Wie ist der Tag eines Landtagsabgeordneten organisiert? Wo liegen die Schwerpunkte der parlamentarischen Arbeit? Welche Tätigkeiten sind für einen Ausschussvorsitzenden wichtig? Dr. Franz Rieger ist CSU-Landtagsabgeordneter und Vorsitzender des Ausschusses für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie regionale Beziehungen. Im Rahmen der bayernweiten Aktion „Tag der freien Schulen“ schlüpfte er auf Einladung der Regensburger Pindl-Fachoberschule für eine Stunde lang in die Rolle eines Lehrers.

Organisiert wurde dieser Aktionstag vom Verband Bayerischer Privatschulen, dem Katholischen Schulwerk in Bayern und der Evangelischen Schulstiftung in Bayern, unterstützt von den bayerischen Montessori- und Waldorfschulen. Damit soll durch den direkten Kontakt mit Abgeordneten das staatsbürgerliche Interesse der Schülerinnen und Schüler angeregt werden. Zudem erhalten die Parlamentarier durch den direkten Einblick in das Schulleben Gelegenheit, die Besonderheiten der Arbeit der Freien Schulen kennenzulernen und den Dialog mit diesen Bildungseinrichtungen zu fördern.

Rund 50 Schülerinnen und Schüler der 11. bzw. 12. Klasse der Privaten Fachoberschule Pindl hörten konzentriert zu, als der Landtagsabgeordnete über seine Arbeitswoche berichtete. Zuvor begrüßten ihn Geschäftsführer Markus Pindl, Schulleiter Tobias Neumeier sowie Sozialkundelehrer Werner Schottenloher und dankten für Riegers Bereitschaft, den Schülern über Landespolitik „aus erster Hand“ zu berichten.

Rieger erläuterte ausführlich seine Tätigkeiten im Bayerischen Landtag. Dieser ist geprägt von Plenarsitzungen, Arbeitskreis-, Ausschuss- sowie Fraktionssitzungen. Daneben nimmt sich Rieger noch Zeit für seine Besuchergruppen, d.h. für Bürger aus seinem Stimmkreis, die den Bayerischen Landtag erkunden. Weitere Termine, Vorträge und der Austausch mit verschiedenen Gruppen gehören ebenfalls zu seinem Arbeitsalltag. Ausnehmend wichtige Gespräche seien die sogenannten „Runden Tische“, wenn z.B. bei einem Anliegen im Stimmkreis verschiedene Ministerien betroffen seien und eine Einigung schwierig erscheint. „Meist erzielt man bei so einer Zusammenkunft dann ein sehr gutes Ergebnis für alle Beteiligten.“ Als aktuelles Beispiel nannte Rieger den Neubau der Rettungswache an der Uniklinik Regensburg.

Aber die Arbeitswoche des Abgeordneten endet natürlich nicht mit dem Sitzungsschluss in München. „Freitag bis Montag habe ich Termine im Stimmkreis. Das ist mir ganz besonders wichtig, denn ich will wissen und spüren, was die Menschen daheim bewegt und die Bürger sollen auch immer die Möglichkeit haben, sich mit ihren Anliegen persönlich an mich zu wenden.“

Rieger hat ein gutes Gespür dafür, ein trockenes Thema spannend und interessant aufzubereiten. Die Schülerinnen und Schüler verfolgten die Ausführungen sehr aufmerksam und waren ganz bei der Sache, als ihnen der Parlamentarier einen kurzen Abriss über seine Ausschusstätigkeit aufzeigte. Nach genau der Hälfte der „Unterrichtsstunde“ beendete Rieger sein Impulsreferat. „Jetzt sind Sie dran, gibt es Fragen?“ forderte er die Schüler auf. Gab es natürlich: Wie geht’s mit Europa weiter? Wie sollte Europa auf Amerikas Strafzölle reagieren? Wann gibt es endlich Lehrpläne, die in allen Bundesländern gleich sind? Franz Rieger hörte aufmerksam zu und erläuterte dann bei jedem Thema sachlich seine Sichtweise - und am Ende der Stunde gab’s Schüler-Applaus für den CSU-Politiker.