Zukunft

Bayern als Bildungsstandort der Zukunft

Unser Bayern ist eine großartige Heimat. Eine Heimat, die Unternehmen einen Spitzenstandort und unseren Bürgern eine hohe Sicherheit, eine leistungsfähige Infrastruktur und einmalige Lebensqualität bietet. Basis für diesen Erfolg ist die Bildung, die Kinder im Freistaat von klein auf mitbekommen. Sie ist das Rüstzeug, das einen jeden für den privaten und beruflichen Weg stärkt und die Mitarbeiter, Fachkräfte und Forscher von morgen hervorbringt. Bildung ist zugleich rückwärts- und vorwärtsgewandt, muss Vergangenes lehren und Werte bewahren, aber zugleich mit der Zeit gehen und einen stets wachsenden Wissensschatz vermitteln. Das ist uns in Bayern bislang herausragend gut gelungen und das wird auch in den nächsten Jahren ein zentrales Anliegen sein. Denn die Schule von heute gestaltet unser Land von morgen.

 

Beste Finanzausstattung und Bezahlung

Kein Land gibt so viel für Bildung und Forschung aus wie Bayern: In diesem Jahr sind es 19,6 Milliarden Euro – das ist mehr als ein Drittel des Staatshaushaltes. Von 2008 bis 2018 wurden für neue und zusätzliche Aufgaben über 14.000 Lehrerstellen zur Verfügung gestellt. Bis Ende 2018 steigt die Zahl der Lehrerstellen damit auf rund 90.000. Und auch bei der Bezahlung der Lehrkräfte an den Schulen zeigen wir, was uns Bildungsarbeit wert ist: Ein Lehrer etwa an einer Grund- und Mittelschule verdient in Bayern im Jahr rund 2.500 Euro mehr als in Brandenburg und rund 5.330 Euro mehr als in Rheinland-Pfalz.

 

Gleichwertigkeit und Durchlässigkeit

Wie viele hatte ich als Jugendlicher eine Phase, in der andere Dinge interessanter erschienen als die Schule. Damals hat mein Vater zu mir gesagt: „Junge, entweder die Ergebnisse stimmen, oder du gehst auf den Bau." Mit meinem Schulabschluss hat das dann doch noch ganz gut hingehauen, aber der Satz meines Vaters klang für mich damals wie eine Drohung. Heute bin ich überzeugt: Eine Handwerksausbildung ist eine echte Alternative. Das Einzigartige am bayerischen Bildungssystem mit seinen verschiedenen Bildungswegen ist doch, dass es durchlässig ist und Kindern mit unterschiedlicher Herkunft, unterschiedlichen Begabungen und unterschiedlichem Entwicklungstempo so viele Möglichkeiten offenhält. Ein Mittelschüler kann eine Ausbildung machen und über den Weg einer erfolgreichen Berufsausbildung zu einem Studium gelangen. Von Realschulen zu Gymnasien gibt es Übergangsklassen. Auch die Entscheidung gegen einen akademischen Weg und für eine Ausbildung kann eine Erfolgsentscheidung sein. Die berufliche Bildung in Bayern ist auf Spitzenniveau und weltweit renommiert.

 

Bildung am Puls der Zeit

Wie sich unsere Arbeitswelt und Gesellschaft insgesamt weiterentwickelt, muss auch ein Bildungswesen in Bewegung sein. In Zeiten weltweiter technischer Umbrüche und gesellschaftlicher Veränderungen wollen wir unsere Kinder für die Zukunft rüsten. Entscheidend ist dabei die Digitalisierung. Hier setzen wir neue Maßstäbe für die digitale Bildung. Im Rahmen des Masterplans BAYERN DIGITAL haben wir beschlossen, das digitale Klassenzimmer an allen Schulen einzuführen und Informatik als Pflichtfach an allen Mittelschulen, Realschulen und Gymnasien vorzusehen. Im Übrigen sollen auch künftig die Lehrer den Schülern etwas beibringen und nicht umgekehrt. Deshalb starten wir eine Qualifizierungsoffensive für Lehrkräfte in der Informatik. Bildung ist unser wichtigster Rohstoff. Wir in Bayern haben dies früher als andere erkannt und unsere Politik danach ausgerichtet. Unser Bildungssystem ist einzigartig und Resultat einer klaren Prioritätensetzung. Diesen Weg werden wir fortsetzen.

 

 

Foto: eye.d-photodesign (Thomas Lother)
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