Hochleistungs-3D-Drucker

Traditionelle Gießerei trifft auf Digitalisierung

Tiefgreifende Veränderungen technischer Prozesse und Digitalisierung sind, wie der Pumpen- und Armaturenhersteller KSB ein ums andere Mal beweisen konnte, kein Alleinstellungsmerkmal der Ballungsgebiete. Auch in Pegnitz und Frankenthal können bahnbrechende Techniken entwickelt und produziert werden, die auf dem internationalen Markt höchst konkurrenzfähig sind. Und wer erfolgreich ist, der kann auch in neueste Innovationen investieren. Ein halbes Jahrzehnt Grundlagenarbeit war nötig, um in Pegnitz eine der größten Produktionsanlagen weltweit für die additive Herstellung in Betrieb zu nehmen. Seit dem 08. Mai diesen Jahres fertigen drei Hochleistungs-3D-Drucker komplexe Bauteile höchster Qualität. Anhand herkömmlicher Gussverfahren sind komplexe, geometrische Körper und Strukturen häufig schwer umzusetzen. In kurzer Zeit oder geringer Menge sind die klassischen Methoden häufig nicht wirtschaftlich. Der neue metallische 3D-Druck ermöglicht die Herstellung von Bauteilen mittels Laserschmelzen. Geschmolzene Metallpulver werden auf einer Plattform nach Vorgabe eines Datensatzes präzise aufgetragen und ergeben so schließlich das gewünschte Produkt.

Die Gießereiexperten in Pegnitz ermitteln unter Abwägung der gewünschten Lieferzeit, des Preises und des Materials für jedes Bauteil die richtige Herstellmethode. Für den Standort Pegnitz ergeben sich daraus also vielfältige Varianten einer wertschöpfenden, formgebenden Herstellung. Auch im Bereich der Entwicklungsarbeit der Werkstoffe für den 3D-Druck spielt die KSB international eine wichtige Rolle.    

Landtagsabgeordnete Gudrun Brendel-Fischer zeigt sich erfreut über die Leistungen des Unternehmens: „Durch innovative Kräfte, wie sie hier unter Beweis gestellt werden, kann Zukunft in Oberfranken gelingen!“ Aus diesem Grund setzte sich die CSU-Politikerin für das Vorhaben ein. Der Freistaat Bayern unterstützte das Zwei-Millionen-Projekt mit rund einem Drittel des Betrages.