Kempten und Oberallgäu

Kempten wird Bayerisches Zentrum für Tourismus

Bayern ist bei Urlaubern so beliebt wie nie. Mit 37,3 Millionen Gästeankünften und 94,4 Millionen Übernachtungen wurde 2017 erneut ein Rekord erreicht. „Mit der neuen Tourismusoffensive wollen wir das regionale Marketing stärken und digitale Chancen im Fremdenverkehr nutzen“, sagt der CSU-Landtagsfraktionsvorsitzende und Kemptner Abgeordnete Thomas Kreuzer. „Es freut mich, dass die Konzepte dazu künftig am Bayerischen Zentrum für Tourismus an der Hochschule Kempten erarbeitet werden.“

Dabei werden touristische Fragestellungen rund um die Themen Digitalisierung, Individualisierung, Mobilität, Demographie, Klimawandel und Sicherheit im Mittelpunkt stehen – immer mit konkretem Bezug zum Freistaat Bayern, sagt Kreuzer. „Wir wollen auch auf die touristischen Besonderheiten jeder Region eingehen und besonders kleinere Hotels und Wirtshäuser unterstützen.“

Bayern-Cloud fördert digitales Angebot im Tourismusbereich

Für die digitale Zukunft der Betriebe wird zudem gemeinsam mit der Allgäu GmbH, zwei Unternehmen und der Hochschule Kempten die Entwicklung der sogenannten „Bayern-Cloud im Tourismus“ vorangetrieben. „Es müssen sichere und offen zugängliche IT-Lösungen im Tourismusbereich entwickelt werden“, betont der CSU-Politiker. Auf dieser Basis können dann auf einfachere Weise als bisher neue Cloud-Services, aber auch innovative Apps entstehen: Beispielsweise um Gäste mit relevanten Echtzeit-Informationen zu Wetter, Schneeberichten, der momentanen Auslastung von Sehenswürdigkeiten oder der Verkehrslage zu versorgen.  Einen ähnlichen Weg hat man bereits mit dem Projekt „Digitale Hörnerdörfer Allgäu“ am Riedberger Horn eingeschlagen. Hier reichen die Ideen von der allzeit verfügbaren detaillierten Tourismusinformation bis hin zum digitalen Dorf-Laden. „Gerade Wanderer und Skifahrer werden davon profitieren“, ist sich Kreuzer sicher.

Insgesamt wird die Tourismusoffensive zehn Schwerpunkte beinhalten. Neben der Gründung des Bayerischen Zentrums für Tourismus und der Digitalisierung sollen unter anderem die Potenziale im Gesundheitsbereich genutzt und der nachhaltige Tourismus gestärkt werden. „Bayern ist weit mehr als die Postkarten-Idylle von Neuschwanstein. Wir werden unsere Gäste noch stärker für die Schönheit Bayerns und die einzigartigen Sehenswürdigkeiten in allen Landesteilen begeistern“, sagt Kreuzer. Die Ausgaben zur Förderung des Tourismus werden dazu von rund 64 Millionen Euro im Jahr 2018 auf über 100 Millionen Euro jährlich im nächsten Doppelhaushalt 2019/2020 angehoben.

 

Bild: Allgäu GmbH