Kempten und Oberallgäu

Naturoffensive Bayern stärkt die Alpen

Mit dem neuen Bayerischen Artenschutzzentrum in Augsburg und dessen Vernetzung mit dem Biodiversitätszentrum in der Rhön, dem Donauaquarium sowie mit dem Zentrum Naturerlebnis alpin am Riedberger Horn erfolgt ein Qualitätssprung im Arten- und Naturschutz in Bayern. „Es freut mich, dass die zentrale Fachstelle und damit die Bündelung des Knowhows für den Arten- und Biotopschutz in Schwaben angesiedelt werden“, sagt Thomas Kreuzer, CSU-Fraktionschef im Bayerischen Landtag und Kemptener Abgeordneter. „Mit dem Naturerlebnis alpin entsteht im Allgäu zudem ein wichtiger Impulsgeber für Bildungsangebote zu Umwelt- und Naturthemen, der sich insbesondere mit ökologischen Fragestellungen des Alpenschutzes befasst.“

Der Standort in der Region am Riedberger Horn soll zum Erhalt des alpinen Gebiets als Lebensraum seltener Tier- und Pflanzenarten beitragen und eng mit dem Naturpark Nagelfluhkette kooperieren. „Künftig werden dort Konzepte für den Erhalt der Biodiversität unter gleichzeitiger Nutzung der Hochlagen durch nachhaltigen Tourismus, Landwirtschaft und Bergwaldwirtschaft entwickelt“, sagt der CSU-Politiker. Im geplanten Informationszentrum wird es Ausstellungen für Besucher geben. Zudem sollen Ranger Naturführungen anbieten und die Menschen für den Naturschutz sensibilisieren. Nicht zuletzt wird die Hochschule Kempten Gemeinden in ganz Bayern bei der Entwicklung von innovativen Naturerlebniskonzepten unterstützen. 15 Millionen Euro und 20 neue Stellen werden für das Naturerlebnis alpin am Riedberger Horn zunächst eingeplant.

Naturschutz-Projekte in ganz Bayern

Die vom Kabinett beschlossene Naturoffensive Bayern sieht neben den Maßnahmen im Allgäu viele weitere Punkte in allen Regionen des Freistaats vor. „Das Programm ist ein wuchtiger Aufschlag für den Naturschutz in ganz Bayern“, sagt Kreuzer. „Dabei setzen wir unsere erfolgreiche Strategie fort, die Ziele gemeinschaftlich mit den Partnern vor Ort zu erreichen.“ Unter anderem soll das Vertragsnaturschutzprogramm um jährlich zehn Millionen Euro ausgeweitet und die Bayerischen Naturparks mithilfe von Naturparkzentren und Rangern gestärkt werden. Neue Initiativen, insbesondere der „Blühpakt Bayern“, sollen zum Erhalt gefährdeter Insekten beitragen. Insgesamt haben die Projekte der Naturoffensive Bayern ein Volumen von 120 Millionen Euro.

„Bayern ist über das Maßnahmenpaket hinaus schon jetzt Spitzenreiter im Klima- und Umweltschutz“, betont Kreuzer abschließend. „Wir investieren mehr als jedes andere Bundesland in den Klimaschutz und auch für Agrarumweltmaßnahmen.“ Zwischen 2008 und 2014 floss dank Beschlüssen der CSU-Fraktion beispielsweise mehr als eine Milliarde Euro aus dem Staatshaushalt allein in den Klimaschutz. Zudem nimmt derzeit fast jeder zweite bayerische Landwirt am Kulturlandschaftsprogramm teil, das konsequent auf den Gewässer-, Boden- und Klimaschutz sowie den Erhalt der Artenvielfalt ausgerichtet ist. „Die Mittel hierfür betragen mehr als 270 Millionen Euro jährlich", freut sich Kreuzer. „Kein anderes Bundesland erreicht nur ansatzweise unserer Niveau.“

 

Bild: Stimmkreisbüro Thomas Kreuzer