Pflege-Versorgung verbessern!

Norbert Dünkel: "Pflege-Offensive ist für ländlichen Raum besonders wichtig"

Das Bayerische Gesundheitsministerium setzt sich für mehr Pflegeangebote im ländlichen Raum ein. Dafür soll die Rolle der Kommunen in der Pflege gestärkt werden. Landtagsabgeordneter Norbert Dünkel (CSU) begrüßt die Maßnahmen ausdrücklich. 

„Die Zahl der Menschen mit Pflegebedarf steigt. Für ländliche Gebiete bedeutet das besondere Herausforderungen, denn viele junge Leute ziehen zur Ausbildung oder zur Arbeit in die Ballungszentren - und die Elterngeneration bleibt zurück“, stellt Norbert Dünkel fest.

„Wir brauchen deshalb auf dem Land Angebote vor Ort, die Unterstützung und Pflege leisten können. Ich freue mich daher besonders, dass die Bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml Maßnahmen angekündigt hat, um die bayerischen Kommunen zu unterstützen. Ziel muss sein, eine hochwertige Pflege und ausreichend Versorgungskapazitäten sicherzustellen.“, so der heimische Abgeordnete.  

Mit folgenden Maßnahmen werden die Kommunen zukünftig unterstützt:

  • Befristetes Initiativrecht für Kommunen, um sogenannte Pflegestützpunkte mit den Pflege- und Krankenkassen zu errichten: Dort erhalten Pflegebedürftige und ihre Angehörigen Beratung aus einer Hand rund um das Thema Pflege und wohnortnahe Angebote.
  • Begleitendes Förderprogramm, damit diese Pflegestützpunkte möglichst flächendeckend geschaffen werden
  • Regionale Ausschüsse (Pflegekonferenzen) in Landkreisen und kreisfreien Städten: Die örtliche Versorgung kann besser abstimmt und weiterentwickelt werden, wenn Akteure der Pflege vor Ort und der Landesverbände der Pflegekassen zusammenkommen.
  • Sektorenübergreifender Landespflegeausschuss, der Fragen der Zusammenarbeit in der pflegerischen und medizinischen Versorgung mit berät

Darüber hinaus baut die Bayerische Staatsregierung die Unterstützung für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen mit dem im April 2018 beschlossenen Pflege-Paket deutlich aus:

 

Mix aus verschiedenen Angeboten

Das Pflege-Paket enthält unter anderem ein Fünf-Millionen-Euro-Programm für mindestens 500 neue Kurzzeitpflege-Plätze in Bayern. Damit werden häuslich Pflegende durch verstärkte Möglichkeiten, Angehörige in Kurzzeitpflege zu versorgen zu lassen, spürbar entlastet.

Das Kabinett hat außerdem eine neue Investitionskostenförderung für stationäre Pflegeplätze auf den Weg gebracht. Sowohl die Fortentwicklung der bestehenden Infrastruktur ist als auch die Schaffung bedarfsgerechter, moderner und neuer Pflegeplätze steht hierbei im Mittelpunkt.

 

Landespflegegeld

Mit dem Landespflegegeld in Höhe von 1.000 Euro jährlich werden zudem Menschen unterstützt, die in Bayern leben und mindestens Pflegegrad 2 haben. Sie erhalten somit die Möglichkeit ihren pflegenden Angehörigen eine finanzielle Anerkennung zukommen zu lassen oder sich selbst etwas Gutes zu tun.

 

Landesamt für Pflege

Neben der Auszahlung des Landespflegegelds ist das neue Landesamt für den Ausbau der Pflege-Infrastruktur zuständig. Mit diesem eigenständigen Landesamt für Pflege im oberpfälzischen Amberg unterstützt die Staatsregierung die pflegebedürftigen Menschen ebenso wie die Pflegenden in ganz Bayern. Gleiches gilt für die Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen und ihrer Familien. Dazu werden die Aufgaben effektiv gebündelt, damit die Hilfe besser bei den Menschen ankommt.