Selb

Europäisches Zentrum für Dispersionstechnologien (EZD): Einmalig für Europa

Am 7. Januar 2014 hat das Europäische Zentrum für Dispersionstechnologien (EZD) – eine in Europa einzigartige interdisziplinäre Forschungs- und Technologieeinrichtung – in Selb seine Arbeit aufgenommen. Die Einrichtung ist ein interdisziplinäres Forschungs- und Technologietransferzentrum, in dem die wesentlichen Entwicklungsarbeiten auf dem Gebiet „Herstellung und Charakterisierung von Dispersionen (Mischungen)“ und dementsprechend auch die relevanten Dienstleistungen für die Industrie angeboten werden.

Das EZD ist in einer beeindruckenden Gemeinschaftsleistung entstanden: Die Idee stammt aus der heimischen Wirtschaft. Mehrere Unternehmen, darunter NETZSCH und DRONCO erkannten die Notwendigkeit und Vorteile einer solchen Einrichtung im Raum Wunsiedel. Landtagsabgeordneter Martin Schöffel wandte sich deshalb an Deutschlands größtes Kunststoff-Institut, das SKZ mit Stammsitz in Würzburg. Das SKZ prüfte und entschied, dass sich der Bau eines solchen Zentrums lohne. Und weil auch die Staatsregierung von der innovativen Idee überzeugt war, gewährte sie eine Anschubfinanzierung in Höhe von 5,2 Millionen Euro und ermöglichte damit die schnelle Umsetzung.

Das EZD ist seit seinem Start DER Ansprechpartner, wenn es um Dispergieren geht, d. h. – vereinfacht gesagt - das Vermischen von Stoffen, die sich eigentlich nicht miteinander verbinden lassen. Das EZD erarbeitet dafür Lösungen und hilft entscheidend bei der Herstellung neuer Werkstoffe. Dabei ist das EZD so angelegt, dass es auch europaweit agieren kann.

Inzwischen sind bereits Industriepartnerschaften mit Firmen aus Portugal und England entstanden und das EZD will weiter wachsen. Die geplante Erweiterung soll ein neues Labor, ein Technikum und bis zu 20 neue Arbeitsplatze schaffen.

Dr. Wolff-Fabris, der Leiter des Forschungszentrums,: „Martin Schöffel hat die ersten und maßgeblichen Gespräche zu diesem Projekt initiiert und die staatliche Anschubfinanzierung i. H. v. 5,2 Millionen Euro in kürzester Zeit organisiert. Er ist zweifellos mit dafür verantwortlich, dass dieses Vorzeigeprojekt mit hohem Zukunftspotenzial hier entstanden ist.“

„Ich will Menschen zusammenbringen, Kontakte herstellen zwischen Unternehmen, Institutionen, Regierungsvertretern und Behörden. Hier hat sich eine Region mit ihren Unternehmen selbst überlegt, wie sie ihre Kompetenzen stärken kann. So müssen wir das machen! Wenn wir Hilfe bei der Umsetzung unserer Ideen brauchen, haben wir mit der Bayerischen Staatsregierung einen entscheidenden Partner an unserer Seite“, so Martin Schöffel.

Bereits im kommenden Jahr ist nun eine Erweiterung des EZD geplant. Auch diesmal wird der Freistaat Bayern das Projekt finanziell unterstützen. Ziel des Vorhabens ist es, dass Dispersionshersteller neue Produkte schneller und effizienter, auch in neue Märkte und Anwendungen, einführen können. Für das EZD ist die Erweiterung eine Voraussetzung für den Fortbestand der eigenen Innovationsfähigkeit.

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