Radlmeier im Interview

Persönliche Bilanz

Herzkammer

Die Legislaturperiode 2013-2018 neigt sich dem Ende zu. Zeit eine Bilanz zu ziehen.

Die HERZKAMMER hat Helmut Radlmeier interviewt, um zu erfahren, wie es im ergangen ist und wie seine ganz persönliche Bilanz ausfällt.

 

HERZKAMMER: Herr Radlmeier, wie fanden Sie die ersten Jahre im Bayerischen Landtag?

Radlmeier: Um es kurz zu machen: Spannend, interessant - und auch lehrreich.

 

HERZKAMMER: Lehrreich? Inwiefern?

Radlmeier: Man lernt nicht nur thematisch viel, sondern auch fürs Leben. Am Anfang wollte ich alles für alle auf einmal. Ich musste erst lernen, dass es Grenzen gibt: Viele Projekte ziehen sich über Jahre, weil etliche Akteure überzeugt oder etwa Mittel in den Haushalt eingestellt werden müssen. Das geht nunmal nicht von heute auf morgen.

Die zweite Lektion: Nicht alles, was man erreichen will, schafft man auch. Manchmal gibt es schlichtweg keine für alle Seiten befriedigende Lösung. Manchmal hat man es als Abgeordneter nicht in der Hand, weil der Freistaat nicht zuständig ist.

 

HERZKAMMER: Das ist nachvollziehbar. Trotz der Umstände ist Ihre Bilanz (s. nebenstehender Artikel) beachtlich. Wie gelingt das?

Radlmeier: Die Erfolge, die man im Laufe der Jahre erreicht, sind natürich umso schöner. Wie ein roter Faden zieht sich für mich durch, dass man zusammenarbeiten muss. Gemeinsam schafft man vieles. Und so war und ist es oft das enge Zusammenspiel, etwa aus dem Bürger, der ein Anliegen hat, der Kommune, mir als Abgeordneten bis hin zu anderen Akteuren hinauf zur Staatsregierung, die aus einem Projekt einen Erfolg macht.

Neben der engen Zusammenarbeit braucht man - denke ich - auch eine gewisse Hartnäckigkeit. So verspreche ich niemanden von vornherein eine Lösung. Aber ich versichere jedem, dass ich mich für ihn einsetzen werden. Und zwar nicht nur mal so kurz. Manche Anliegen kann man eben nicht gleich und auch nicht beim ersten Mal verwirklichen. Da braucht es einen zweiten, vielleicht sogar einen dritten Anlauf. Neulich etwa konnte ich einer Lehrerin, die seit Jahren nur befristete Arbeitsverträge erhalten hatte, bei der Entfristung helfen. Das war unser zweiter Versuch, nachdem es im Jahr zuvor nicht geklappt hatte. 

 

HERZKAMMER: Teamarbeit und Hartnäckigkeit führen also zum Erfolg. Doch was treibt Sie ganz persönlich bei der Arbeit an?

Radlmeier: Menschen zu helfen, das ist es, was mich antreibt. Ob der einzelnen Bürgerin oder dem einzelnen Bürger oder aber einer ganzen Gemeinde: Es ist immer wieder schön mitzuerleben, wie groß die Freude bei jedem ist, wenn es schließlich klappt. Das motiviert ungemein!

Gleichzeitig will ich mithelfen, die ganze Region Landshut weiter voranzubringen. Klar: Es geht uns hier in unserer Heimatregion blendend. Nahezu jeder hat einen Job, der Wirtschaftsmotor brummt, die Gemeinden wachsen. Doch allein um das zu erhalten, ist eine Menge Arbeit im Hintergrund nötig. Hier will ich Tag für Tag meinen Beitrag leisten - und zwar auch in den nächsten fünf Jahren als Stimmkreisabgeordneter für die Region Landshut!

 

HERZKAMMER: Ein schönes Schlusswort! Herr Radlmeier, vielen Dank für das Interview!