Unterwegs im Stimmkreis

Was bedeutet Europa für mich?

Abgeordnetenbüro

Bei einer Podiumsdiskussion mit Schülern des Simon-Marius-Gymnasiums stellte sich der Abgeordnete den Fragen- und Themenstellungen zur EU. In der Wirtschaftsschule Dinkelsbühl präsentierten die Schüler den großen Komplex der Europäische Union und nutzten ebenfalls die Möglichkeiten, dem Politiker Fragen zu stellen.

Insbesondere die Diskussion um den kürzlich verabschiedeten Artikel 13 interessierten die Jugendlichen beider Schule. Aber auch darüber hinaus nutzen die Wähler von morgen die Möglichkeit, den Landtagsabgeordneten über seine Meinung zu Europa zu befragen. Auch bei den Themen Brexit, Klima und der dazugehörigen „Fridays for Future“-Bewegung kam eine starke Beteiligung der Schülerschaft des Simon-Marius-Gymnasium auf. An der Wirtschaftsschule rückte darüber hinaus die Fragestellung zur Legalisierung von Marihuana mit in den Vordergrund.  Zu den vielen Bereichen der EU stand Manuel Westphal wissend Rede und Antwort. Es entstand an beiden Schule eine rege Diskussion über die vielen europäischen Angelegenheiten.

Doch immer wieder stand die Frage im Raum, was nun eigentlich Europa dem Einzelnen bringe. Manuel Westphal betonte: „Die Europäische Union bringt uns mehr Vor- als Nachteile. Auch wenn die aktuelle Diskussion eher das Gegenteil behauptet.“ Des Weiteren bekräftigte er seine Meinung, dass die zahlreichen positiven Seiten der EU, die meist als zu abstrakt angesehen wird, im öffentlichen Diskus nicht klar hervorgehoben werden. In Brüssel befinde sich ein zu großer Komplex politischer Institutionen, die undurchsichtig und bürokratisch sind, womit viele Bürger den Draht zur EU verlieren. Die Ängste und Probleme der Bürger scheinen, nicht mehr vertreten zu sein.

„Junge Menschen müssen wieder die Vorteile der EU erkennen“

Die vielen Freiheiten, die man heute besitzt, werden nicht mehr bewusst wahrgenommen. Früher waren beispielsweise mehr Hürden zu nehmen, um einen Urlaub in Italien zu genießen. Mit der Reisefreiheit, der Einführung des Euros oder Abschaffung der Roaminggebühren wurden viele Bequemlichkeiten geschaffen, die nun als selbstverständlich angesehen werden. Vereinheitlichte Standards geben den Bürgern europaweit Komfort und Sicherheit.
Der stellvertretende Schulleiter der Wirtschaftsschule Dinkelsbühl Andreas Wedler sprach sich ebenso für die Betrachtung der Vorteile der EU aus und bat die Schüler zum Thema Artikel 13, ihre Daten und selbstaufgenommen Fotos sensibel zu behandeln. Der Umgang mit diesen Daten wird momentan zu schnell auf die leichte Schulter genommen.

Die Direktorin des Simon-Marius-Gymnasiums Gunzenhausen Susanne Weigl griff ebenso den Punkt der Klimaproteste auf. Politisch aktive junge Menschen seien gut für unsere Gesellschaft und die Zukunft, jedoch darf die schulische Bildung der Jugendlichen nicht darunter leiden. Zu diesem Punkt fügte der Landtagsabgeordneter Manuel Westphal hinzu, dass motivierte junge Leute sich gerne aktiv in den politischen Verbänden engagieren können. Dort ist die Möglichkeit gegeben, ihre starken Meinungen und Vorschläge in die Fachdiskussionen miteinzubringen und kundzutun. Viele Parteien freuen sich über tatkräftigen Nachwuchs, der sich so politisch ausdrückt.

Der Europatag ein großer Erfolg an den beteiligten Schulen. Junge Erwachsene diskutierten über Themen der europäischen Politik und konnten sich im Austausch mit dem Stimmkreisabgeordneten Manuel Westphal auf eine kompetente Antwort freuen. „Die Distanz zur Europäische Union kann nur durch einen intensiveren Dialog über Europa verringert werden. Dadurch kommen alle Bürger wieder mehr in den Kontakt mit der europäischen Tagespolitik und es werden die Vorteile der EU stärker in den Fokus gerückt“, so Westphal abschließend.