Im persönlichen Gespräch

Die HERZKAMMER im Interview

1.    Herr Dr. Hopp, in den letzten Jahren haben Sie nahezu alle Kommunen im Landkreis Cham besucht. Warum machen Sie diese Besuche - oft auch in Kombination mit Bürgersprechstunden?

Mir ist wichtig, vor Ort zu sehen, wo der „Schuh drückt“. Im direkten Gespräch mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeister erfahre ich oft, wo ich helfen kann, z. B. wenn der Bau einer Straße oder Kindergartens geplant ist. Die Anliegen nehme ich mit nach München und setze mich dann für Fördermöglichkeiten ein. Ebenso ist mir der direkte Draht zu den Bürgerinnen und Bürgern wichtig. Neben Telefon, Email und sozialen Medien möchte ich auch die Anliegen und Vorschläge der Menschen im persönlichen Austausch aufnehmen und meinen "Ideenrucksack" befüllen.

2.    Welcher Gemeindebesuch hat Sie besonders beeindruckt und ist Ihnen im Gedächtnis geblieben?

Das lässt sich pauschal nur schwer beantworten, in den vergangenen Jahren gab es sehr viele schöne Momente. Sei es die Vorlese-Stunden an verschiedenen Schulen im ganzen Landkreis, das gemeinsame Kochen im Seniorenheim oder auch wenn ich bei zahlreichen Terminen den starken Zusammenhalt und unser lebendiges Ehrenamt erleben darf. Das freut mich immer besonders.

3.    Stadt oder Land? Wo leben Sie persönlich lieber?

Beides hat seinen Reiz. Ich persönlich schätze das Landleben sehr. Gerade nach einer anstrengenden Woche in München kann ich hier zur Ruhe kommen und mich erholen. Auch ist der Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft bei uns in Perwolfing sehr stark. Jeder hilft jedem 😊

4.    Welche Eigenschaften muss eine Kommune im Jahr 2019 mitbringen, um für die Bürgerinnen und Bürger attraktiv zu sein?

Neben einer ausgebauten Infrastruktur – mit Straße und schnellem Internet - halte ich eine gute Daseinsvorsorge mit Geschäften, Ärzten und Bildungs- und Betreuungseinrichtungen für wichtig. Besonders lebenswert wird eine Gemeinde, wenn der Zusammenhalt stimmt und Ehrenamt gelebt wird. Gerade das schnelle Internet eröffnet unseren Kommunen und dem ländlichen Raum enorme Entwicklungschancen. Firmen und Start ups müssen sich nicht länger in Ballungsräumen ansiedeln. Sie können vielmehr von den Vorzügen des ländlichen Raums und von dem Know How der Bürger profitieren.

Herr MdL Dr. Hopp, die HERZKAMMER dankt für das Gespräch!