3 Monate im Landtag

Ein persönlicher Rückblick auf die ersten Wochen

"In den ersten Tagen nach meiner Wahl in den Landtag prasselte natürlich eine Menge auf mich ein. Gratulationen und Einladungen zu Antrittsbesuchen, die ersten Sitzungen der CSU-Landtagsfraktion in München, die neuen Kolleginnen und Kollegen kennenlernen, ein Büro finden, organisatorische Abläufe festlegen, sich in Themen einarbeiten und Vieles mehr. Dazu dann die ersten Sitzungstage im November mit der Vereidigung der neuen Abgeordneten sowie die Wahl von Ilse Aigner zur Landtagspräsidentin und Dr. Markus Söder zum Bayerischen Ministerpräsidenten. Dies war natürlich alles sehr spannend. Es hat dann auch ein paar Wochen gedauert, bis ich so richtig in meiner neuen Aufgabe angekommen bin. Dies war kurz vor Weihnachten, als mein Bürgerbüro eingerichtet war und die ersten Sitzungen der Ausschüsse stattgefunden haben. Für mich ist es gut gelaufen. Ich darf mich in den beiden Ausschüssen für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sowie Arbeit und Soziales, Jugend und Familie einbringen. Themen, die mir als Landwirtin und vierfache Mutter natürlich besonders am Herzen liegen. Aber auch für unsere Region sind diese von großer Bedeutung. Beispiel Landwirtschaft: Unser Landkreis ist geprägt von den Sonderkulturen Hopfen und Spargel wie auch dem Ackerbau und der Viehhaltung. Meine Feuertaufe im Bayerischen Landtag habe ich dann auch vor wenigen Tagen mit meiner ersten Rede im Plenum bestanden. Die CSU/Freie Wähler-Koalition hatte hierzu einen Dringlichkeitsantrag zur Verbesserung der Qualität in den bayerischen Kindertageseinrichtungen eingebracht. Während meiner rund sechsminütigen Rede habe ich die Argumente und Positionen der CSU-Fraktion hierzu dargelegt. Das ist jetzt auch nicht üblich, dass man als Neuling in der größten Fraktion gleich als Rednerin zum Zuge kommt. Deshalb war es für mich schon ein Zeichen der Wertschätzung und des Vertrauens meiner Fraktion. Die Arbeit im Landtag findet immer Dienstag bis Donnerstag statt. Dazu gehören die vorbereitenden Sitzungen in den Arbeitskreisen, in denen die Fraktion ihre Standpunkte für die thematisch identischen Ausschüsse, in der dann die Vertreter aller Fraktionen sitzen, festlegt. Hinzukommen Fraktionssitzungen sowie die Plenarsitzungen, aber auch Gespräche mit Verbänden, Schulklassen und Medienvertretern. Freitags und Montags sowie am Wochenende bin ich dann viel im Landkreis unterwegs. Mir ist dabei vor allem daran gelegen, für die Bürger, Kommunen, Verbände und Vereine sichtbar und gut erreichbar zu sein. Mein Bürgerbüro habe ich daher in der Mitte unseres Landkreises in Abensberg als offene Anlaufstelle bei Problemen, Anliegen und Ideen eingerichtet. Denn ich sehe meine Aufgabe als Abgeordnete schon ein großes Stück weit als Kümmerer für die Landkreisbürger und unsere Kommunen. In den vergangenen drei Monaten sind bereits eine Vielzahl an Themen an mich herangetragen worden: von den Sorgen eines Familienvaters um die Gewährung seiner Erwerbsminderungsrente, der Schließung von Funklöchern in den Gemeinden oder der Entwicklung eines Technologiecampuses in Neustadt. Um die Kontaktaufnahme mit mir noch unkomplizierter zu gestalten und persönlich ins Gespräch zu kommen, biete ich monatlich in den verschiedenen Kommunen unseres Landkreises Bürgersprechstunden an. So beispielsweise am 29. April in Riedenburg oder am 7. Juni in Painten. Und was mich wirklich besonders freut, dass dieses Gesprächsangebot bisher so zahlreich von den Landkreisbürgern angenommen wird. Auch der Austausch mit den Bürgermeistern aller Couleur im Landkreis läuft sehr gut. Bei nahezu allen Landkreisbürgermeister und Landrat Martin Neumeyer war bzw. bin ich die nächsten Wochen seit Weihnachten zum Antrittsbesuch. Diese haben mir einen Rucksack voller Themen für meine Arbeit in München mit auf den Weg gegeben, an denen ich in den nächsten Monaten zielstrebig weiterarbeiten möchte."