Rekordfinanzausgleich

Schlüsselzuweisungen steigen um fast 15 Prozent

Nürnberger Land – Der Landkreis Nürnberger Land und seine Städte und Gemeinden werden mit zwei Ausnahmen auch 2019 von den Schlüsselzuweisungen des Freistaats Bayern profitieren. „In diesem Jahr fließen über 51 Millionen Euro in unseren Landkreis“, zeigt sich MdL Norbert Dünkel mit den am vergangenen Donnerstag veröffentlichen Zahlen des Finanzministeriums sehr zufrieden. Die Städte und Gemeinden erhalten in der Summe 23.603.404 Euro (Vorjahr: 20.462.252 Euro); der Landkreis 27.498.168 Euro (Vorjahr: 24.386.628 Euro) aus.

Bayernweit steigen die Schlüsselzuweisungen um 6,6 Prozent auf rund 3,9 Milliarden Euro – und damit auf eine neue Rekordhöhe. Und auch das Nürnberger Land profitiert davon kräftig. Die kreisangehörigen Städte und Gemeinden erhalten gegenüber dem Vorjahr rund 15,35 Prozent (3,14 Millionen) mehr; die Steigerung beim Landkreis macht 12,76 Prozent (3,11 Millionen) aus.

Grundlage für die Zuweisungen sind die Steuereinnahmen der betreffenden Kommunen aus dem Jahr 2017. Die Schlüsselzuweisungen sind die wichtigste staatliche Zahlung im Rahmen des kommunalen Finanzausgleiches und können frei verwendet werden.

In diesem Jahr kommen 25 von 27 Kommunen im Landkreis in den Genuss dieser Gelder. Die höchsten Zuweisungen erhalten die Kreisstadt Lauf mit 2.878,488 Euro, Schnaittach (2.007.796 Euro), Burgthann (1.875.996 Euro), Röthenbach an der Pegnitz mit 1.742.348 Euro, und der Markt Feucht mit 1.560.952 Euro.

Während sich Feucht, Lauf, Schnaittach und Röthenbach, das im Jahr zuvor keine Zuweisungen erhalten hat, über kräftige Zuwächse freuen dürfen, bekommt Burgthann rund ein Drittel weniger.

Mehr als eine Million Euro an Zuweisungen fließen darüber hinaus nach Pommelsbrunn (1.296.964 Euro), in die Stadt Hersbruck (1.283.456 Euro), Winkelhaid (1.268,436 Euro), Altdorf (1.152.020 Euro), Schwarzenbruck (1.210.472 Euro), Happurg (1.148.212 Euro) und Simmelsdorf (1.044.732 Euro).

Während Winkelhaid, Simmelsdorf, und in geringem Maße auch Pommelsbrunn mehr Gelder als im Vorjahr erhalten, müssen Altdorf, Schwarzenbruck, Happurg und Hersbruck mit weniger auskommen. Dabei haben Happurg (-13 Prozent) und vor allem Hersbruck, bei dem sich die Zuweisungen gegenüber dem Vorjahr fast halbiert haben (-47,3 Prozent), einen kräftigen Rückgang zu verzeichnen.

An weitere zehn Gemeinden: Vorra (878.340 Euro), Kirchensittenbach (842.632 Euro), Neunkirchen am Sand (835.004 Euro), Henfenfeld (559.872 Euro), Neuhaus (469.692 Euro), Reichenschwand (464.480 Euro), Alfeld (326.180 Euro), Engelthal (249.180 Euro), Rückersdorf (185.696 Euro) und Offenhausen (160.832 Euro), gehen Zuweisungen in sechsstelliger Höhe. Nach Leinburg fließen 71.188 Euro staatliche Mittel, nach Velden 63.512 Euro, was nach 468,236 Euro im Vorjahr einen kräftigen Rückgang um 86,5 Prozent bedeutet, und nach Ottensoos 26.920 Euro.

Die einzigen beiden Kommunen, die auch in diesem Jahr leer ausgehen, weil ihre Finanzkraft über dem Landesdurchschnitt liegt, sind Schwaig und Hartenstein.