Lesen fördert die Sprache

„Lesen lernt man am besten auf dem Schoß der Eltern“

Barbara Regitz

Foto: privat

Die Zahlen sind alarmierend: Laut einer aktuellen Bertelsmann-Studie bekommt jedes zweite Kind in Deutschland keine Bücher mehr von den Eltern vorgelesen. Der "Internationale Kinderbuchtag" am 2. April bot laut MdL Barbara Regitz eine gute Gelegenheit an alle Mütter und Väter, Großeltern zu appellieren, Kinder wieder vermehrt an Bücher heranzuführen. „Lesen lernt man am besten auf dem Schoß der Eltern. Alle Studien zeigen, dass Bildung am nachhaltigsten ist, je früher sie beginnt. Gerade vor dem Hintergrund einer sich immer weiter digitalisierenden Gesellschaft ist es wichtig, auch dem Lesen einen höheren Stellenwert einzuräumen.“ 

Zwar nehmen laut Regitz Bayerns Grundschulen in Lese-Rankings bundesweit einen Spitzenplatz ein. Die Schulen alleine können der Nürnberger Politikerin und Bildungsexpertin zufolge aber nicht die gesamte Aufgabe leisten, Kinder für altersgerechte Literatur und damit auch für Sprache zu begeistern. „Es ist erwiesen, dass der spätere Leseerfolg maßgeblich von der Art und Häufigkeit der literarischen Begegnung in den ersten fünf Lebensjahren abhängt.“ So seien schon Bilderbücher für Kleinkinder ein erster wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer umfassenden Bildung. „Bücher helfen Kindern, zur inneren Ruhe zu finden und entspannter zu werden. Tablets und Smartphones können daher immer nur eine Ergänzung zu einem qualitativ hochwertigen Kinderbuch sein“, so Regitz

Der alljährliche Internationale Kinderbuchtag ist ein weltweiter Aktionstag, der die Freude am Lesen unterstützen und das Interesse an Kinder- und Jugendbuchliteratur fördern soll. Er wird seit 1967 am 2. April, dem Geburtstag des dänischen Schriftstellers, Dichters und Märchenerzählers Hans Christian Andersen („Die Prinzessin auf der Erbse“, „Die kleine Meerjungfrau“) begangen.