Universität

Demenz Forschungsprojekt

Huml fördert Forschungsprojekt der Universität Bamberg zum Schmerzempfinden bei Menschen mit Demenz

Bayerns Gesundheitsministerin: Lebensqualität von Menschen mit Demenz weiter verbessern

 

Das bayerische Gesundheitsministerium fördert seit Januar 2019 das Forschungsprojekt "Schmerz und Alltagspraxis bei Menschen mit Demenz" der Otto-Friedrich-Universität Bamberg mit rund 143.000 Euro. Darauf hat Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml am Dienstag in Bamberg hingewiesen.

Huml, die selbst approbierte Ärztin ist, betonte:

  • "Mein Ziel ist es unter anderem, eine angemessene Pflege und medizinische Versorgung sicherzustellen. Außerdem will ich erreichen, dass die Lebensqualität von Menschen mit Demenz und ihren pflegenden Angehörigen in Bayern weiter verbessert wird. Demenzkranke sind oft nicht mehr in der Lage, über ihre Schmerzen zu berichten. Deshalb werden bei diesen Patienten Schmerzen häufig nicht mehr ausreichend erkannt. Das kann schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben."
  • "Ziel des Forschungsprojekts der Universität Bamberg ist es zu erfassen, wie die bereits eingeschränkte Alltagspraxis von Menschen mit Demenz durch Schmerzen noch weiter beeinträchtigt wird - und was dagegen getan werden kann.  Wir fördern  das Projekt im Rahmen unserer Bayerischen Demenzstrategie im Zeitraum vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2021 mit rund 143.000 Euro."


In Bayern leben derzeit über 240.000 Menschen mit Demenz. Aufgrund der demografischen Entwicklung kann davon ausgegangen werden, dass die Zahl der Demenzkranken im Freistaat bis zum Jahr 2030 auf 300.000 ansteigt.

Huml unterstrich: "Die zunehmende Zahl von Demenzkranken ist eine große Herausforderung für unsere Gesellschaft. Um ihr gerecht zu werden, hat die Bayerische Staatsregierung bereits 2013 die ressortübergreifende Bayerische Demenzstrategie beschlossen. Leitziele der Demenzstrategie sind, den Bewusstseinswandel in der Gesellschaft für das Thema Demenz voranzubringen sowie die Selbstbestimmung und Würde der Betroffenen in allen Phasen der Erkrankung zu bewahren. Im Rahmen des Handlungsfelds 'Grundlagen- und Versorgungsforschung' dieser Strategie unterstützen wir deshalb das Bamberger Forschungsprojekt."

 

Federführend betreut wird das Projekt von Prof. Dr. Stefan Lautenbacher, Professor für Physiologische Psychologie an der Universität Bamberg. Die 80 Studienteilnehmer sind älter als 70 Jahre. Untersucht werden sollen jeweils 40 kognitiv gesunde Personen und Menschen mit vaskulärer Demenz, wobei 50 Prozent der Probanden aus jeder Gruppe chronische Schmerzpatienten sein sollen.

Für die Studie soll ein sogenanntes "Living Lab" eingerichtet werden. Dieses Reallabor mit Wohn, Schlaf- und Küchenbereich wird auch mit einer Vielzahl von Sensoren ausgestattet werden, die über Mimik (Videosystem), Stimme (Audiosystem), Bewegungen (Smart-Floor und -furniture) und vegetative Parameter (Herzrate, Blutdruck) Schmerz erfassen können.

Prof. Lautenbacher erläuterte: "Wir haben in Bamberg hierfür ideale Bedingungen, weil wir eine anwendungsnahe Informatik mit den neuesten Ansätzen in der Künstlichen Intelligenz und Multisensoren-Messung (Bamberger Professorinnen Ute Schmid und Daniela Nicklas) mit der langjährigen Erfahrung in der Schmerzforschung bei Demenzpatienten verbinden können, wozu auch die Professorin Miriam Kunz aus Augsburg als Kooperationspartnerin beiträgt."

Die Ergebnisse der Studie sollen unter anderem Ärzte und Psychologen, Pflegekräfte und pflegende Angehörige erreichen. An dem Projekt wirken unter anderem das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS in Erlangen, das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD in Darmstadt, das Institute of Design and Communication der University of Southern Denmark sowie das Zentrum für Altersmedizin der Sozialstiftung Bamberg mit.

Auch interessant
Europawahl
Am 26. Mai 2019 wählen gehen!
CSU-Kandidaten stehen für ein starkes Bayern in einem starken Europa
bunt statt blau
Wirtschaftsschule Bamberg
Huml wirbt für verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol
Polizei Bamberg
Standortsuche erfolgreich
Einigung von Freistaat und Stadt Bamberg über neuen Polizeistandort
Bahn
S-Bahn-Halt Bamberg-Süd
Planungen für zweiten S-Bahn-Halt in Bamberg schreiten voran
Kinderbetreuung
Bamberg braucht mehr KiTa-Plätze
Zuschüsse von zu 90 % gibt es für neue KiTa-Plätze vom Freistaat
Schlüsselzuweisungen
90 Mio.€ für die Region Bamberg
Bayernweit sind die Schlüsselzuweisungen so hoch wie nie zuvor.
Staatsarchiv
Einweihung Erweiterungsbau
Staatsarchiv Bamberg als zentraler Wissensspeicher für Oberfranken
Klinikum
Depressionen aus der Tabuzone holen
Bayerns Gesundheitsministerin wirbt für mehr Offenheit im Umgang mit psychischen Erkrankungen
Pflege
Europas beste Pflegeschülerin
Bambergerin gewann die Goldmedaille bei den Europameisterschaften der Berufe "EuroSkills"
Sport
Schiedsrichter Bezirksmeisterschaft
In Stegaurach trafen sich Oberfrankens Fußballschiedsrichter zur 37. Bezirksmeisterschaft
Fördermittel u.a. für Denkmäler
Landesstiftung
Die Bayerische Landesstiftung fördert die Inklusive Kulturwerkstatt Bamberg und Denkmalsanierungen in der Region.
FC Eintracht Bamberg
Ursula Müller geehrt
Huml überreichte ihr das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten
DLRG
Helmut Klehr geehrt
Huml zeichnete ihn mit dem Ehrenzeichen für besondere Verdienste aus