eine Region zeigt was sie drauf hat

Freiraum für Macher

„Wir haben hier im Fichtelgebirge wirklich nicht alles. Wir haben hier keinen Stau, keine Hektik, keinen Platzmangel und keine schlechte Luft samt Feinstaubbelastung. Was wir aber haben ist ein Gesamtpaket aus Arbeit und Freizeit, Natur und Bildung, Familienfreundlichkeit und Wohnen – und genau diese Mischung macht uns zu einem Freiraum für Macher.“ Das betonte Landrat Dr. Karl Döhler bei der Auftaktveranstaltung zur Imagekampagne „Freiraum für Macher“ im letzten Frühjahr in München. Und an dieser Message hat sich seither nichts verändert. Mit einer klaren und greifbaren Bildsprache wirbt die Imagekampagne für das  Fichtelgebirge. „Auch wenn die Kampagne natürlich etwas provozieren soll: Die Aktion ist auch fundiert und mit guten Argumenten unterlegt. Das Fichtelgebirge ist eine wunderbare Region. Das muss in die Welt hinausgetragen werden,“ so der heimische Landtagsabgeordnete Martin Schöffel.  Am meisten Aufsehen haben seit Beginn der Kampagne mit Sicherheit die Plexiglaswürfel erregt, in denen Menschen sinnbildlich in der Stadt eingesperrt sind. Den Gegensatz dazu bildet der Freiraum, der im Fichtelgebirge herrscht. Das Projekt: #freiraumfürmacher wird gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums. Freiraum für Macher hat unter anderem bereits die Aufmerksamkeit von Deutschlands größtem Marketing-Magazin „W&V“ auf sich gezogen und zu einer zweifachen Nominierung beim bundesweiten Politik Award 2018 geführt. Die kreative Umsetzung in sozialen Netzwerken, auf Plakaten und mit spannenden Guerilla-Aktionen kommt gut an.

 

Entstanden ist die Idee zum Freiraum für Macher aus einem professionellen Markenbildungsprozess heraus. Gemeinsam mit dem in der Region ehrenamtlich aktiven Förderverein Fichtelgebirge und einer Kreativagentur hat man sich auf die Suche nach der Identität der Region gemacht und eine strategische Basis erarbeitet. Das Ergebnis: das Fichtelgebirge definiert sich über folgende Begriffe - naturschätzend, herzlich-engagiert, kulturschaffend, zukunftsbildend, wirtschaftsfördernd und ausgleichend. Und diese galt es für eine Imagekampagne zu nutzen, die zwei große Ziele verfolgt. Über die Innenwahrnehmung in der Region den Stolz auf die Region wieder hervorzubringen und mit selbstbewussten Aktionen eine stärkere Außenwahrnehmung zu erreichen, um so Zuzügler, Fachkräfte, potentielle Start-Ups aber auch Touristen auf das Fichtelgebirge aufmerksam zu machen.

 

Der Erfolg gibt der Kampagne Recht. „Eine provokante Performance …“, „Leben wie ein König, statt wie ein Käfighuhn …“, „Münchner sollen ins Fichtelgebirge …“ – so und so ähnlich war es überregional zu hören und zu lesen. Süddeutsche Zeitung, Bayerischer Rundfunk, Münchner Abendzeitung, Nürnberger Nachrichten, Deutsche Presseagentur; die Liste der Medien, die über die Imagekampagne berichtet haben, ist lang und hat für die langersehnte Aufmerksamkeit außerhalb der Region gesorgt.

 

Kein Wunder: an den Aktionen, die das Team aus dem Landratsamt zusammen mit der Agentur Jahreiss umgesetzt hat, kam man in München nicht vorbei. Übergroße Plakatwände in rund 70 U-Bahn-Stationen, eine überdimensionale Teetasse mit einer jungen Frau darin, Würfel aus Plexiglas und ein Flashmob. So frech sind  sicher noch nicht viele deutsche Regionen mitten in der Landeshauptstadt aufgetreten.

 

Parallel dazu hat sich die Innenwahrnehmung im Fichtelgebirge positiv entwickelt. Viele Unternehmen, Kommunen und Verbände nutzen das Logo #freiraumfürmacher bereits auf ihrer Homepage, sie nutzen den passenden Hashtag in sozialen Medien und reden über die Aktion. #freiraumfürmacher hinterlässt Spuren. Und so werden immer mehr digitale Fährten ins Fichtelgebirge gelegt. Die Region kann davon dauerhaft profitieren.

 

„Freiraum für Macher zeigt, wie eine Region ihr Image wandeln kann. Nach dem massiven Strukturwandel und dem Verlust zahlreicher Arbeitsplätze in den vorangegangenen Jahren, hat sich das Fichtelgebirge selbst aufgerappelt und zeigt seine Stärke. Das Fichtelgebirge ist ein hervorragender Ort zum Leben, zum Arbeiten, zum Ideen entfalten und zum Wachsen“, bringt es Martin Schöffel auf den Punkt.