Schrittmacher

Oberhaching ist seit Oktober 2018 fahrradfreundliche Gemeinde im Landkreis München

„Oberhaching steigt auf!“ und „Wir machen Klima!“ – Diese Slogans haben wir schon lange auf unsere Fahnen geschrieben:

Die Erkenntnis, dass uns der Radverkehr in Oberhaching viel wert ist und wir das Fahrrad bei allen Planungen immer „mitdenken“ müssen, führte uns im Jahr 2012 zu dem Bekenntnis – nämlich der Mitgliedschaft bei der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen  Bayern e.V. (kurz: AGFK Bayern).

Eine dauerhafte Mitgliedschaft bei der AGFK Bayern ist an strenge Prüfungskriterien gebunden, die eine Gemeinde erfüllen und nachweisen muss. Daher haben wir uns im Juni 2018 der sogenannten Hauptbereisung gestellt, bei der Oberhaching eine kritische Bewertungskommission auf allen Feldern der Radverkehrsförderung überzeugen musste.

Das Ziel haben wir erreicht: Das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr hat im Oktober 2018 die jahrelangen Bemühungen für eine nachhaltige Förderung des Radverkehrs in Oberhaching mit der Auszeichnung „fahrradfreundliche Gemeinde in Bayern“ gewürdigt.

Darauf sind wir sehr stolz.

 

Warum  hat Oberhaching die Auszeichnung „fahrradfreundlich“ verdient?

 

  • Oberhaching hat mit viel Grün durchzogene Wohngebiete. Ein engmaschiges Wegenetz mithilfe durchlässiger Sackgassen und Wegeführungen lassen das Radfahren zum Vergnügen werden
  • Eine alltagstaugliche Radwegweisung und entsprechende Lückenschlüsse im Radwegenetz sorgen dafür, dass jeder Radfahrer sicher von der Haustür zum Ziel kommt
  • Eindeutige Markierungen und Verkehrszeichen geben das nötige Sicherheitsgefühl auf der Straße
  • Es gilt nahezu flächendeckend Tempo 30 in unserem Ort
  • Seit April diesen Jahres stehen in Oberhaching acht MVG-Leihrad-Stationen mit insgesamt 60 Rädern zur Verfügung
  • Knapp 2.000 vielerorts überdachte Fahrradabstellanlagen ermöglichen, dass Erledigungen in den Ortsmitten als auch Weiterfahrten mit Bus und Bahn geschmeidig von statten gehen
  • Für die Rathausmitarbeiter und die Bildungsstätten stehen ein E-Lastenfahrrad, Dienstfahrräder und E-Bikes zur Verfügung, die für Ortstermine sehr gut genutzt werden
  • Viele Aktionen zeigen unseren Bürgerinnen und Bürgern, dass das Fahrrad gleichberechtigt neben den anderen Verkehrsmitteln steht. Beispiele hierfür:
  • 1 x im Jahr: Rad-Check (kostenlose Reparatur von kleinen Mängeln am Fahrrad)
  • 1 x im Jahr: Abgabe von hochwertigen give-aways beim Straßenfest
  • 1 x im Jahr: Radaktionswoche mit verschiedenen Aktionen rund um das Rad (z.B. Pendlerfrühstück, Radlkino, Gewerbe-Event, Lastenrad-Verleih ….)
  • 2 x im Jahr: „Rote-Karte-Aktion“ an unseren beiden Bahnhöfen Deisenhofen und Furth
  • Teilnahme an der Aktion „Stadtradeln“ (Entfernen von funktionsuntüchtigen Rädern)
  • Aktion zum Schulstart: „Autofrei – ich bin dabei!“ (Schüler kommen zu Fuß oder mit dem Rad)
  • „Mit dem Rad zum Bad“ à bei unserem Naturbad Furth stehen ganz bewusst nur ganz wenige Autoparkplätze zur Verfügung
  • Reger Austausch mit den örtlich aktiven Radlern, dem ADFC, dem Fahrradhandel und unseren Unternehmen bzgl. Radverkehrsthemen

 

Das Fahrrad ist ohne Zweifel ein wichtiges Verkehrsmittel, um den Verkehr auch in Zukunft – insbesondere im wirtschaftsstarken Landkreis München – zu bewältigen. Es ist aber auch hinsichtlich seiner Klimafreundlichkeit aus allen verkehrlichen Konzepten nicht mehr wegzudenken.

Ideologische Grabenkämpfe zwischen den verschiedenen Verkehrsmitteln führen wir nicht, aber unsere Botschaft an den Radfahrer lautet: „Wir nehmen Sie ernst. Wir wollen, dass Sie sich wohl fühlen auf unseren Straßen und Wegen.“

Klug und in hoher Qualität mobil sein – dafür machen wir uns stark.