Firmenbesuch

Ein Betrieb mit innovativen Ideen – der Brothof Strauß

Abgeordnetenbüro

1995 hat Reiner Strauß die Landwirtschaft seines Vaters in der Juragemeinde übernommen. Da seine Frau und er überzeugt sind von einer vollwertigen, gesunden Ernährung und bereits Erfahrungen damit mitbrachten, stellten sie die Landwirtschaft auf Ökolandbau um. Auf 19 Hektar Fläche baut die Familie Strauß Getreide und Kartoffeln an. Außerdem besitzen sie rund 120 Bergschafe sowie einige Schweine.

„Unsere Produkte stammen alle komplett aus dem Ökolandbau. Auch die Tiere werden mit den eigenen Erzeugnissen gefüttert. Das Fleisch wird regional verarbeitet und auch das Getreide, das wir zusätzlich zu unserem Angebauten kaufen, stammt von Biolandwirten aus der Region. Die vollwertige Ernährung ist meiner Familie und mir sehr wichtig“, erklärt Reiner Strauß während er den Abgeordneten über seinen Hof führt. Auch der Burgsalacher Bürgermeister Friedrich Amler, der Nennslinger Bürgermeister Günter Obermeyer sowie der CSU-Ortsvorsitzende Volker Satzinger sowie Peter Hussendörfer, Mitglied im CSU-Ortsverband, begrüßten den Abgeordneten in der Juragemeinde.

Produktion und Vermarktung im eigenen Betrieb

Das Getreide wird in der eigenen Bäckerei verarbeitet. Und auch die Wurst und das Fleisch vermarktet Reiner Strauß über den eigenen Betrieb. So ist der Brothof Strauß auf vielen Märkten in der Region vertreten. Man kann die vollwertigen Produkte aber auch im Hofladen in Burgsalach oder im Rathaus-Café in Weißenburg kaufen.

„Unsere Region profitiert letztlich von solchen innovativen, regionalen Vermarktern. Es freut mich, dass wir in unserer ländlichen Region Betriebe wie den Brothof Strauß haben“, stellt Westphal während der Besichtigung fest.

Acht Mitarbeiter beschäftigt Strauß in seinem Betrieb. Auch seine Frau sowie die drei Kinder helfen fleißig mit. Im Brothof Strauß kann man auch eine Ausbildung zum Bäcker absolvieren. Derzeit befindet sich ein Auszubildender im Betrieb.

Innovative Ideen rund um Bio-Produkte

Strauß zeigt seinem Besuch außerdem noch die 2016 eröffnete Kulturscheune. „Unseren alten Rinderstall haben wir in den vergangenen Jahren zu einem Veranstaltungsraum umgebaut. Einmal im Monat bieten wir hier vielfältige, kulturelle Veranstaltungen an – vom Kabarett bis zum Theaterstück. Sonntags ist das Kultucafé dann geöffnet. An den anderen Tagen kann die Scheune auch für private Veranstaltungen, Firmenevents oder Seminare gemietet werden“, so der Biolandwirt.

Die Familie Strauß hat die Kulturscheune mit viel Liebe zum Detail umgebaut. Vor allem die Einrichtung zeigt sich in einem rustikalen, aber gleichzeitig modernen Stil. Ein Geheimtipp für kulturelle Veranstaltungen, aber auch für alle, die einen passenden Veranstaltungsraum suchen, verdeutlicht auch Westphal während der Besichtigung. 

Doch damit noch lange nicht genug. Reiner Strauß hat sich bereits im vergangenen Jahr zum Erlebnisbauer zertifizieren lassen ‒ eine Initiative, die das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten unterstützt. Sein Biobauernhof bietet somit ein Ausflugsprogramm für Kindergärten und Schulklassen an. Derzeit besucht er zudem eine Fortbildung für Landerlebnisreisen.

„Ideen hätte ich noch viele, aber die Umsetzung ist schon zeitintensiv und sollte ja auch Hand und Fuß haben. Es macht auf jeden Fall Spaß, verschiedene Konzepte zu entwickeln ‒ wie zum Beispiel die Kulturscheune ‒ und dann auch zu sehen, dass es funktioniert“, beschreibt Reiner Strauß seinen Betrieb

Auch der Abgeordnete Manuel Westphal zeigt sich begeistert: „Der Brothof Strauß ist ein gutes Beispiel, wie mit innovativen Ideen zukunftsfähige Projekte im ländlichen Raum entstehen können. Die Kombination aus Landwirtschaft, Bäckerei und die eigene Vermarktung der Produkte geht bei Reiner Strauß in Burgsalach auf. Besonders spannend fand ich auch die Zertifizierung als Erlebnisbauernhof, was nochmal einen anderen Anspruch an seine Landwirtschaft stellen wird.“