Münchner Norden

Persönliches Engagement in der Bayernkaserne

 

Wenn Rosi Griesbacher das liebevoll bemalte Tor ihrer Halle 14 öffnet, darf erst einmal gestaunt werden. Die Kleiderausgabe der sonst tristen Bayernkaserne wirkt warm, familiär und geordnet. Flüchtlinge, die in das Erstaufnahmelager gelangen erhalten dort eine Grundleistung an Kleidung und Schuhen.

Die Bayernkaserne im Münchner Norden galt lange als Problemherd, inzwischen wuchs sie jedoch zum Vorbild für Erstaufnahmelager. Als Erstaufnahmeeinrichtung ist die Bayernkaserne vorläufig die erste Station in Deutschland. Dort erhalten Flüchtlinge wie auch Obdachlose ein Dach über dem Kopf, eine medizinische Erstuntersuchung sowie Nahrung und erforderliche Güter zum Leben. Sie besuchen Deutschkurse, aber auch Workshops oder Sportaktivitäten. Binnen drei Monaten sollen die Asylbewerber dann auf Unterkünfte in ganz Bayern verteilt werden. Um die Situation der Flüchtlinge so erträglich wie möglich zu machen investiert die Stadt viel. Bis zu 1200 Menschen kann die ehemalige Militärkaserne derzeit beherbergen, ein Ausbau soll für weitere Kapazitäten für bis zu 1600 Personen sorgen.

Rosi Griesbacher trägt mit Leib und Seele dazu bei, dass im Gewirr eine Ordnung herrscht. Mit ihren fast 80 Jahren sitzt sie nicht nur für die CSU im Bezirksausschuss Schwabing-Freimann, sondern ist auch als Jungendbetreuerin und seit Sommer 2014 als Verantwortliche der Kleiderausgabe der Bayernkaserne in der Heidemannstraße 50 engagiert. Die Kleider, Schuhe und weitere Güter erhält sie ausschließlich durch private Spenden. Sie berichtet, dass inzwischen mehr Familien mit Kindern als alleinreisende Jugendliche ankommen. Daher ist der Bedarf an Windeln und Kleinkindkleidung besonders hoch. Vor allem bei den Familien mit Kleinkindern spürt sie die Dankbarkeit.

 

dek