Standpunkt

Bayerns Wirtschaft spielt in der Champions League

Thomas Kreuzer, CSU-Fraktionsvorsitzender im Bayerischen Landtag und Kemptener Abgeordneter

Global Player wie IBM und Google entscheiden sich für Bayern als Standort für ihre Zukunftstechnologien. Aber auch unsere bayerischen Unternehmen sind international wettbewerbsfähig und weltweit so erfolgreich, dass ein Außenhandelsrekord auf den nächsten folgt. Dank einer jahrzehntelang überdurchschnittlichen wirtschaftlichen Entwicklung zählt der Freistaat heute zu den wohlhabendsten Regionen in Europa.

Aber der FC Bayern stellt das Training auch nicht ein, nur weil er in der Bundesliga an der Tabellenspitze steht. Wir wollen jedes Jahr aufs Neue in der Champions League spielen! Deshalb strengen wir uns mit einer konsequenten bayerischen Standortpolitik an, die  besten Chancen für unsere Wirtschaft und damit für die Menschen in Bayern zu sichern.

Keine neuen Schulden, sondern Schuldentilgung sowie hohe Investitionen in Bildung, Digitalisierung und Innovation – Bayern setzt kraftvolle Akzente für die Zukunft. Mit einer Investitionsquote von rund 11,8 Prozent im Haushaltsjahr 2017 liegen wir an der Spitze der westlichen Flächenländer. Unsere Arbeitslosenquote lag im Februar bei 3,8 Prozent und die Frühjahrsbelebung setzt gerade erst ein.

Der Freistaat ist in der Fläche stark

Auch beim Wirtschaftswachstum lagen wir in den letzten fünf Jahren mit 12,3 Prozent im Ländervergleich mit Abstand an der Spitze und der Zukunftsatlas, den das Wirtschaftsforschungs- und Beratungsinstitut Prognos AG erstellt hat, bestätigt unsere Linie: Unter den Top 20 der deutschen Landkreise mit bester Wirtschaftskraft und besten Perspektiven sind 17 Landkreise aus Bayern.

Die besondere Stärke Bayerns ist, dass die erfolgreichen Firmen nicht nur in den beiden Metropolregionen München und Nürnberg-Erlangen sitzen! Wirtschaftliche Erfolgsgeschichten werden im Allgäu genauso wie in der Oberpfalz geschrieben. Und zwar von den vielen erfolgreichen Mittelständlern, den Unternehmern und Selbstständigen aus ganz Bayern.

Durch den Fleiß und den tatkräftigen Einsatz der Menschen, durch den Mut und die Innovationskraft der Unternehmer hat sich Bayern erfolgreich vom Agrarland zum Industrieland entwickelt. Edmund Stoiber hat es zum Hightech-Standort gemacht. Heute müssen wir den Aufbruch in das digitale Zeitalter schaffen!

Bayern ist Vorreiter bei der Digitalisierung

Dafür stellen wir die Weichen, zum Beispiel durch weitere Investitionen in den Ausbau der digitalen Infrastruktur, also in Breitband und moderne Funknetze. 1,5 Milliarden Euro stellen wir deshalb bis 2018 für die Erschließung mit schnellem Breitband zur Verfügung.

Oder im Rahmen unserer Zukunftsstrategie „Bayern Digital“, mit der wir bis 2020 rund 500 Millionen Euro für Innovationen, digitales Know-how und die Förderung von Firmengründungen bereitstellen. Mit dem sogenannten „Digitalbonus“ bieten wir für unsere kleinen und mittleren Betriebe externe Hilfe bei Digitalisierungsprojekten. Allein dafür stehen 80 Millionen Euro zur Verfügung.

Klassische Infrastruktur wird weiter ausgebaut

Aber auch die klassische Infrastruktur dürfen wir nicht vernachlässigen.  Ich freue mich, dass im neuen Bundesverkehrswegeplan alleine für den Aus- und Neubau von Straßen in Bayern mehr als 11 Milliarden Euro vorgesehen sind und im Frühjahr zudem mit dem Bau der 2. Stammstrecke für die S-Bahn in München begonnen wird. Die zweite Röhre ist dringend nötig, damit das Verkehrsnetz mit dem Wachstum im Großraum München Schritt halten kann.

Und wir lassen auch keinen Zweifel daran, dass wir eine 3. Start- und Landebahn am Flughafen München brauchen. Nicht einmal die Grünen können bestreiten, dass die Flugbewegungen schon heute klar zunehmen. Ein Ausbau ist daher für die wirtschaftliche Entwicklung ganz Bayerns von enormer Bedeutung ist – für unsere international tätigen Unternehmen, die direkte Flugverbindungen brauchen, aber auch für die Beschäftigten und Touristen!