Bti

Neue Wege gegen die Mückenplage am Ammersee

Im vergangenen Jahr boten wochenlange starke Niederschläge und anschließend hohe Temperaturen die idealen Brutbedingungen für Stechmücken in Streuwiesen, Wäldern und Überschwemmungsgebieten.

Nachdem man erst wegen des Regens das Haus nicht verlassen konnte, hielt man es anschließend wegen der vielen Mücken im Freien nicht mehr aus. Die massiven Auswirkungen zeigen, dass hier dringend Handlungsbedarf besteht. Es ist für die Seeanlieger unerträglich und auch die Schüler und Kindergartenkinder können sich in der Zeit kaum noch im Freien aufhalten. Diese Situation wirkt sich zudem auch auf den Tourismus aus, da Urlaubsgäste vorzeitig abreisen oder im Vorfeld andere Ziele wählen.

Ich fordere zur Lösung des Problems eine Stechmückenbekämpfung analog zum Chiemsee. Dort wird seit Jahren sehr erfolgreich der ungiftige Eiweißwirkstoff Bti zur Stechmückenbelämpfung bei Extremsituationen eingesetzt. Im letzt Jahr habe ich mich bereits mit meinem Traunsteiner Kollegen Klaus Steiner über die Erfahrungen ausgetauscht.

Ergänzend dazu ist aber auch ein "Stechmückenkonzept" für Bayern nötig, da sich zunehmend auch exotische Arten, wie etwa die Tigermücke, bei uns ansiedeln. Damit wächst die Gefahr von hierzulande bisher kaum aufgetretenen Erkrankungen beträchtlich. Dem gilt es, rechtzeitig und mit Augenmaß entgegenzuwirken.